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ドイツ語 エディション

文学

Die Ratten

ドイツ語 BooksWhale エディション · Gerhart Hauptmann

A naturalistic Berlin drama about poverty, desperation, guilt, and the unstable boundary between private grief and public reality.

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本の紹介

Die Ratten

In a crowded tenement world, the fates of working people, criminals, and the desperate collide around a stolen infant and a dangerous attempt to rewrite the past. Hauptmann’s social drama is tense, bleak, and psychologically acute.

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The original German work was published in 1911 and the author died in 1946; the source edition must remain the original-language public-domain text without a modern translation.

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Die Ratten

Gerhart Hauptmann

Die

Ratten

von

Gerhart Hauptmann

Den Bühnen und Vereinen gegenüber Manuskript.

プレビュー章Personen:プレビュー

H arro Hassenreuter, ehemaliger Theaterdirektor

Seine Frau

Walburga, seine Tochter

Pastor Spitta

Erich Spitta, Kandidat der Theologie, sein Sohn

Alice Rütterbusch, Schauspielerin

Nathanael Jettel, Hofschauspieler

Käferstein, Schüler Hassenreuters

Dr. Kegel, Schüler Hassenreuters

John, Maurerpolier

Frau John

Bruno Mechelke, ihr Bruder

Pauline Piperkarcka, Dienstmädchen

Frau Sidonie Knobbe

Selma, ihre Tochter

Quaquaro, Hausmeister

Frau Kielbacke

Schutzmann Schierke

Zwei Säuglinge

プレビュー章Erster Aktプレビュー

Auf diesem Dachboden, sowie in den sichtbaren Räumlichkeiten, hat der Ex-Theaterdirektor Harro Hassenreuter seinen Theaterfundus untergebracht.

Man kann, bei dem ungewissen Licht, in Zweifel sein, ob man sich in der Rüstkammer eines alten Schlosses, in einem Antiquitätenmagazin oder bei einem Maskenverleiher befindet.

Zu beiden Seiten des Ganges sind auf Ständern Helme und Brustharnische Pappenheimscher Kürassiere aufgestellt, ebenso in je einer Reihe an der rechten und linken Wand des vorderen Raums. Die Dachbodentreppe steht zwischen zwei Geharnischten. Die Decke darüber schließt die übliche Bodenklappe ab.

Ein Stehpult ist vorn links an die Wand gerückt. Tinte, Federn, alte Geschäftsbücher und ein Kontorbock, sowie einige Stühle mit hohen Lehnen um den runden Mitteltisch lassen erkennen, daß der Raum zu Bureauzwecken dienen muß. Wasserflasche mit Gläsern auf dem Tisch und einige Photographien über dem Stehpult. Die Photographien zeigen Direktor Hassenreuter als Karl Moor, sowie in verschiedenen anderen Rollen.

Einer der Pappenheimschen Kürassiere trägt einen ungeheuren Lorbeerkranz um den Nacken gehängt, mit einer Schleife, deren Enden in goldenen Lettern die Worte tragen: „Unserem genialen Direktor Hassenreuter! Die dankbaren Mitglieder.“ Eine Serie mächtiger, roter Schleifen trägt nur die Aufschrift: „Dem genialen Karl Moor ... Dem unvergleichlichen, unvergeßlichen Karl Moor ... usw. usw.

Der Raum ist nach Möglichkeit zu Magazinzwecken ausgenutzt. Wo irgend angängig, hängen an Kleiderhaken deutsche, spanische und englische Kostümstücke aus verschiedenen Jahrhunderten. Man sieht schwedische Reiterstiefel, spanische Degen und deutsche Flamberge.

Die Tür links hat die Aufschrift: „Bibliothek.“

Das ganze Gemach zeigt eine malerische Unordnung. Alte Scharteken und Waffen, Pokale, Becher usw. liegen umher.

Es ist eines Sonntags, Ende Mai.

F rau John, über Mitte der Dreißig hinaus, und das blutjunge Dienstmädchen Piperkarcka sitzen am Mitteltisch. Die John, den Oberkörper weit über den Tisch gelehnt, redet lebhaft auf das Dienstmädchen ein. Die Piperkarcka, dienstmädchenhaft aufgedonnert, mit Jackett, Hut und Schirm, sitzt aufrecht. Ihr hübsches, rundes Lärvchen ist verweint. Ihre Gestalt zeigt Spuren noch nicht vollendeter Mutterschaft. Sie malt mit der Schirmspitze auf der Diele.

Frau John

Na ja doch! Freilich! Ick sag’t ja, Pauline.

Die Piperkarcka

Nu ja. Ick will nu also Schlachtensee oder Halensee. Muß jehn un muß nachsehn, ob ick ihm treffe! —

Sie trocknet ihre Tränen und will sich erheben.

Frau John

verhindert die Piperkarcka am Aufstehen.

Pauline! Um Jottes Willen, bloß det nich! Det nich, um keenen Preis von de Welt. Det macht Skandal, kost Jeld und bringt nischt. Wat woll’n Se woll, und wo Se noch in den Zustande sind! dem schlechten Halunken noch weiter nachlofen!?

Die Piperkarcka

Denn soll meine Wirtin heute soll warten umsonst verjeblich auf mir. Ick spring im Landwehrkanal und versaufe.

Frau John

Pauline! Warum denn? warum denn, Pauline? Jeben Se Obacht, heren Se jetzt bloß um Jotteswillen ’n janz’n eenziges ... bloß ma ’n janzen kleenen Ochenblick uf mir, und passen Se dadruf uf, wat ick Ihn vorstelle! Det wissen Se doch, ick hab et Ihn doch bei de Normaluhr, wo ick an Alexanderplatz aus de Marchthalle bin jekomm, jleich anjesehn und hab et Ihn uf’n Kopp druf jesacht. Wat hab ick jesacht? Jeld, hab ick Ihn uf’n Kopp druf jefragt, jeld, kleenet Aas, er will nischt von wissen! — Det jeht hier vielen, det jeht hier allen, det jeht hier vielen Millionen Mächens so! Und denn hab ick jesacht ... wat hab ick jesacht? komm, hab ick jesacht, ick will dir helfen.

Die Piperkarcka

Zu Hause darf ick mir nu janz natürlich nich blicken lassen, wie ick verändert bin. Mutter schreit doch auf’s ersten Blick! Vater haut mir Kopf an die Wand und schmeißt mir Straße. Jeld hab ick nu ebenfalls och weiter nu weiter keens nich! als wie Stücker zwei Joldstücke, was ick mich Jackettfutter einjenäht. Hätte mich, schlechter Mensch nich Mark nich Pfennig übrig gelassen.

目次

このエディションの内容

  1. 01Full text
  2. 02Personen:
  3. 03Erster Akt
  4. 04Zweiter Akt
  5. 05Dritter Akt
  6. 06Vierter Akt
  7. 07Fünfter Akt

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