
ドイツ語 エディション
文学
Geld und Geist
ドイツ語 BooksWhale エディション · Jeremias Gotthelf
Familie, Besitz, Glauben, Moral und schweizerische Dorfgesellschaft.
- プレビュー
- 準備済みテキストからの抜粋
- 形式
- オンラインリーダー, EPUB, PDF
- アクセス
- ライブラリ claim
本の紹介
Geld und Geist
Geld und Geist von Jeremias Gotthelf ist ein gemeinfreier Klassiker über familie, Besitz, Glauben, Moral und schweizerische Dorfgesellschaft. Diese deutsche Ausgabe stellt Handlung, Stil, historische Bedeutung und zentrale Gedanken des Werks klar in den Vordergrund.
BooksWhale エディション
このエディションの準備
このエディションはパブリックドメイン本文に基づき、BooksWhale がデジタル読書向けに準備しました。
パブリックドメイン根拠
このエディションを共有できる理由
Jeremias Gotthelf starb 1854; Geld und Geist erschien erstmals 1843. Diese Daten stützen die Gemeinfreiheit dieser deutschen Originalausgabe.
プレビューを読む
準備済みテキストからの抜粋
準備済み読書テキストから選んだプレビューです。
プレビュー章Full textプレビューを読む
Geld und Geist
プレビュー章Erster Teilプレビュー
Das wahre Glück des Menschen ist eine zarte Blume, tausenderlei Ungeziefer umschwirret sie, ein unreiner Hauch tötet sie. Zum Gärtner ist ihr der Mensch gesetzt, sein Lohn ist Seligkeit, aber wie Wenige verstehen ihre Kunst, wie Viele setzen mit eigener Hand in der Blume innersten Kranz der Blume giftigsten Feind; wie Viele sehen sorglos zu, wie das Ungeziefer sich ansetzt, haben ihre Lust daran, wie dasselbe nagt und frißt, die Blume erblaßt! Wohl dem, welchem zu rechter Zeit das Auge aufgeht, welcher mit rascher Hand die Blume wahret, den Feind tötet; er wahret seines Herzens Frieden, er gewinnt seiner Seele Heil, und beide hängen zusammen wie Leib und Seele, wie Diesseits und Jenseits.
Im Bernbiet liegt mancher schöne Hof, mancher reiche Bauernort, und auf den Höfen wohnt manch würdiges Ehepaar, in ächter Gottesfurcht und tüchtiger Kinderzucht weithin berühmt, und ein Reichtum liegt da aufgespeichert in Spycher und Kammer, in Kasten und in Kisten, von welchem die luftige neumodische Welt, welche alles zu Geld macht, weil sie viel Geld braucht, keinen Begriff hat. Bei allem diesem Vorrat liegt eine Summe Geld im Hause für eigene und fremde Notfälle, die in manchem Herrenhause jahraus, jahrein nicht zu finden wäre. Diese Summe hat sehr oft keine bleibende Stätte. Wie eine Art von Hausgeist, aber keine böse, wandert es im Hause herum, ist bald hier, bald dort, bald allenthalben: bald im Keller, bald im Spycher, bald im Stübchen, bald im Schnitztrog und manchmal an allen vier Orten zu gleicher Zeit und noch an ein halb Dutzend andern. Wenn ein Stück Land feil wird, das zum Hofe sich schickt, so wird es gekauft und bar bezahlt. Vater und Großvater sind auch nie einem Menschen etwas schuldig geblieben, und was sie kauften, zahlten sie bar und zwar mit eigenem Gelde. Und wenn Verwandschaft oder in der Freundschaft und in der Gemeinde ein braver Mann in Geldverlegenheit war oder einen Schick zu machen wußte, so wanderte dieses Geld hierhin und dorthin, und zwar nicht als eine Anwendung, sondern als augenblickliche Aushülfe, auf unbestimmte Zeit, und zwar ohne Schrift und Zins, auf Treu und Glauben hin und auf die himmlische Rechnung, und zwar eben deswegen so, weil sie noch an ein jenseits glaubten, wie recht ist.
In die Kirche und auf den Markt geht in ehrbarem Halblein der Mann, und die Erste des Morgens und die Letzte des Abends schaltet die Frau im Hause, und keine Speise kömmt auf den Tisch, welche sie nicht selbst gekocht, und keine Melchter in den Schweinstrog, in die sie nicht mit blankem Arme gefahren wäre bis auf den Grund.
Wer solche adeliche Ehrbarkeit sehen möchte, der gehe nach Liebiwyl (wir meinen nicht das in der Gemeinde Köniz, wissen auch nicht, ob sie dort gefunden würde). Dort steht ein schöner Bauerhof hell an der Sonne, weithin glitzern die Fenster, und alle Jahre wird mit der Feuerspritze das Haus gewaschen. Wie neu sieht es daher aus und ist doch schon vierzig Jahre alt, und wie gut das Waschen selbst den Häusern tut, davon ist es ein täglich Exempel.
Eine bequeme Laube, schön ausgeschnitzt, sieht unterm Dach hervor; rings ums Haus läuft eine Terasse, ums Stallwerk aus kleinen, eng gefügten Steinen, ums Stubenwerk aus mächtig großen Platten. Schöne Birn- und andere Bäume stehen ums Haus, üppig grünt es ringsum; ein Hügel schirmt gegen den Bysluft, aber aus den Fenstern sieht man die Berge, die so kühn und ehrenfest Trotz bieten dem Wandel der Zeiten, dem Wandel der Menschen.
Wenn Abend ist, so sieht der Besucher neben der Türe auf einer Bank einen Mann sitzen, der ein Pfeifchen raucht und dem man es ansieht, daß er tief in den sechziger Jahren steht. Unter der Türe sieht er zuweilen eine lange Gestalt mit freundlichem Gesichte und reinlichem Wesen, welche dem Mann etwas zu sagen oder etwas zu fragen hat, das ist des Mannes Frau. Hinten im Schopf tränkt ein hübscher Junge, schlank und keck, die schönen Braunen, während ein älterer Bruder Stroh in den Stall trägt, und aus dem Garten hebt sich aus Kraut und Blumen herauf zuweilen ein lustiges Meitschigsicht und frägt die Mutter, ob es etwa kommen solle und helfen, oder schimpft über Wären im Kabis, über Katzen im Salat, über Mehltau an den Rosen und frägt den Vater, was gut sei dagegen. Diensten und Tauner kommen allgemach vom Feld heim, ein Huhn nach dem andern geht zSädel, während der Tauber seinem Täubchen noch gar emsig den Hof macht.
プレビュー章Zweiter Teilプレビュー
Dem geneigten Leser wird anmit eine Fortsetzung der Erzählung »Geld und Geist«, welche im zweiten Bändchen der »Bilder und Sagen« enthalten ist, dargeboten; der Ärger vieler Leser über den scheinbar zu raschen Schluß bestimmte den Verfasser dazu, und Bedingungen zu fernerem Leben fanden sich in der ersten Erzählung hinreichend vor. Auf neuem Boden birgt sich das innere Leben mehr hinter äußere Verhältnisse, und unfreundlich wölbet sich der Himmel über ihm; wer aber in Geduld dieses überwindet, findet im Schlusse vielleicht den Geist wieder, welcher das Geld besiegt und den
Segen der Versöhnung
über die Herzen bringt.
Wer hat nicht schon den Unterschied bemerkt, der im Klange der Glocken liegt, es gefühlt, wie verschiedene Empfindungen sie erregen im menschlichen Gemüte?
Ernst und hoch, wie vom Himmel her, ertönen sie, wenn sie den Menschen rufen in Gottes Haus, sich zu demütigen vor dem Allmächtigen, sich aufzurichten am Allerbarmenden; dumpf tönt die Totenglocke, von weitem her wird es einem, als höre man auf den Sarg die Erde prasseln, als versinke man in ein dunkles Gewölbe und höre immer ferner und ferner des Lebens Klang. Freundlich und mild tönt die Vesperglocke. Wer des Abends über Berg und Tal das freundliche Geläute hört, dem wird, als empfange er freundliche Grüße, ein gastfreundlich Laden zu süßer Ruhe, als vernehme er des Vaters Ruf, sich zu stellen unter dessen treue Hut, zu legen all sein Sorgen und Sinnen in dessen weise Hand. Aber wenn die Feuerglocke erschallt, da zuckt Schreck durch die Seelen, Weiber werden blaß, Kinder weinen, Männer horchen hastig auf und stärker klopfen ihre Herzen. Es tönt vom Turme her wie Weiberjammer, wie Kindergewimmer, wie des Feuers Knistern, und je länger die Glocke geht, um so inniger scheinen ihre Töne zu werden, um so ängstlicher wimmert sie, um so lauter jammert sie. Es zieht das Herz sich zusammen, bange sucht der Mensch den Menschen, alle Augen suchen des Brandes Zeichen, den dunklen Rauch, der weithin des Brandes Stätte weiset, den Helfenden der düstere Stern über der Stätte, wo Hülfe nottut. Und jeder rät, wohin die dunkle Wolke weiset, und jeder schreit auf, wenn neue Wellen wallen über Berg und Tal, das Aufflammen neuer Häuser, das Zusammenstürzen der ausgebrannten verkündend.
Ums Spritzenhaus, welches wie üblich in der Mitte des Dorfes stand, von welcher gewöhnlich das Wirtshaus auch nicht ferne liegt, während die Kirche gerne zur Seite steht, wie billig auch, das Erstere als Anker der Welt, die Letztere ein Wegweiser aus der Welt – ums Spritzenhaus fand Resli, des Bauern Sohn von Liebiwyl, das halbe Dorf geschart. Die Einen sahen in den wirbelnden Rauch, der in der Ferne, aber immer dicker, immer schwärzer gen Himmel stieg; die Andern liefen ängstlich herum, hantierten mit der Spritze, banden Schlauche auf, schleppten Eimer herbei, schrieen nach Pferden, welche aber niemand werde geben wollen, was ein recht Elend sei und immer so gehe, schrieen nach einem Stück Kerze in die Laterne, da es auf den Abend gehe, und niemand wollte Kerzen haben daheim, aber der Krämer hätte fürs Geld, sagte man. Sobald Resli kam, frug er: »Wo ists?« Bestimmt wisse man es nicht, sagte man, aber allem an zu Ufbegehrige, und die Brunst sei groß und alle Augenblicke scheine ein neues Haus aufzugehen. Ängstlich rief Resli nach dem Rundellenträger, dem Führer der Feuerläufer; der war nirgends zu sehen. Er sei weder vormittag noch nachmittag in der Kirche gewesen, hieß es, er werde um etwas aus sein, um eine Frau oder um eine Kuh, wahrscheinlich um das Letztere, da er in vergangener Woche den Bernmetzgern zwei verkauft hätte. Resli, rasch entschlossen, frug: »Wer nimmt meinen Haken?«, nahm die Rundelle, sagte: Wenn sie hier keine Rosse mehr vermöchten, so solle jemand rasch heim zu ihnen, sie hätten noch deren, aber machen sollten sie, daß sie bald nachkämen, sonst sei es eine Schande für die ganze Gemeinde. Gerade an solchen Dingen nehme man ab, was für Leute in einer Gemeinde seien ob etwas wert oder nichts. Seine Stichworte gingen in manches Herz, um so mehr, da sie von einem jungen Burschen kamen, der noch zu gar nichts etwas zu sagen hatte, und graue Häupter trafen, die Häupter der Gemeinde zu sein meinten.
目次
このエディションの内容
- 01Full text
- 02Erster Teil
- 03Zweiter Teil