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Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft
德语 BooksWhale 版本 · Immanuel Kant
Kants religionsphilosophisches Hauptwerk über Vernunft, Moral, Böses, Kirche und Glaubenspraxis.
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图书简介
Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft
Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft untersucht Religion aus der Perspektive praktischer Vernunft. Kant behandelt das radikale Böse, moralische Besserung, kirchliche Formen, Glaubenspraxis und das Verhältnis von Offenbarung, Vernunft und sittlichem Handeln.
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Immanuel Kant starb 1804, und Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft erschien 1793. Diese Daten stützen die Gemeinfreiheit des deutschen Originaltextes dieser Ausgabe.
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Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft
Immanuel Kant
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Die Moral, so fern sie auf dem Begriffe des Menschen, als eines freien, andern Wesens über ihm, um seine Pflicht zu erkennen, noch einer andern Triebfeder als des Gesetzes selbst, um sie zu beobachten. Wenigstens ist es seine eigene Schuld, wenn sich ein solches Bedürfniß an ihm vorfindet, dem aber alsdann auch durch nichts Anders abgeholfen werden kann; weil, was nicht aus ihm selbst und seiner Freiheit entspringt, keinen Ersatz für den Mangel seiner Moralität abgiebt. -- Sie bedarf also zum Behuf ihrer selbst (sowol objectiv, was das Wollen, als subjectiv, was das Können betrifft) keinesweges der Religion, sondern, vermöge der reinen praktischen Vernunft, ist sie sich selbst genug. -- Denn da ihre Gesetze durch die bloße Form der allgemeinen Gesetzmäßigkeit der darnach zu nehmenden Maximen, als oberster (selbst unbedingter) Bedingung aller Zwecke, verbinden; so bedarf sie überhaupt gar keines materialen Bestimmungsgrundes der freien Willkühr, das ist keines Zwecks, weder um was Pflicht sei, zu erkennen, noch dazu, daß sie ausgeübt werde, anzutreiben: sondern sie kann gar wohl und soll, wenn es auf Pflicht ankömmt, von allen Zwecken abstrahiren. So bedarf es zum Beispiel, um zu wissen: ob ich vor Gericht in meinem Zeugnisse, gar nicht der Nachfrage nach einem Zweck, den ich mir, bei meiner Erklärung, zu bewirken etwa vorsetzen möchte, denn das ist gleichviel, was für einer es sei; vielmehr ist der, welcher, indem ihm sein Geständniß rechtmäßig abgefordert wird, noch nöthig findet, sich nach irgend einem Zwecke umzusehen, hierin schon ein Nichtswürdiger.
Obzwar aber die Moral zu ihrem eigenen Behuf keiner Zweckvorstellung
bedarf, die vor der Willensbestimmung vorhergehen müßte, so kann es doch
wol sein, daß sie zu einem dergleichen in nothwendiger Beziehung
stehe, nämlich, nicht als auf den Grund, sondern als auf die
nothwendigen Folgen der Maximen, die jenen gemäß genommen werden. --
Denn ohne alle Zweckbeziehung kann gar keine Willensbestimmung im
Menschen stattfinden, weil sie nicht ohne alle Wirkung sein kann, deren
Vorstellung, wenn gleich nicht als Bestimmungsgrund der Willkühr und als
ein in der Absicht vorhergehender Zweck, doch, als Folge von ihrer
Bestimmung durchs Gesetz zu einem Zwecke muß aufgenommen werden können,
(_finis in consequentiam veniens_), ohne welchen eine Willkühr, die sich
keinen, weder objectiv noch subjectiv bestimmten Gegenstand, (den sie
hat, oder haben sollte), zur vorhabenden Handlung hinzudenkt, zwar wie
sie, aber nicht wohin sie zu wirken habe, angewiesen, sich selbst nicht
Genüge thun kann. So bedarf es zwar für die Moral zum Rechthandeln
Moral geht doch ein Zweck hervor; denn es kann der Vernunft doch
unmöglich gleichgültig sein, wie die Beantwortung der Frage ausfallen
möge: was dann aus diesem unserm Rechthandeln herauskomme, und worauf
wir, gesetzt auch, wir hätten dieses nicht völlig in unserer Gewalt,
doch als auf einen Zweck unser Thun und Lassen richten könnten, um damit
wenigstens zusammen zu stimmen. So ist es zwar nur eine Idee von einem
Objecte, welches die formale Bedingung aller Zwecke, wie wir sie haben
sollen, (die Pflicht) und zugleich alles damit zusammenstimmende
Bedingte aller derjenigen Zwecke, die wir haben, (die jener ihrer
Beobachtung angemessenen Glückseligkeit) zusammen vereinigt in sich
enthält, das ist, die Idee eines höchsten Guts in der Welt, zu dessen
Möglichkeit wir ein höheres, moralisches, heiligstes und allvermögendes
Wesen annehmen müßten, das allein beide Elemente desselben vereinigen
kann; aber diese Idee ist (praktisch betrachtet) doch nicht leer; weil
sie unserm natürlichen Bedürfnisse zu allem unsern Thun und Lassen im
Ganzen genommen irgend einen Endzweck, der von der Vernunft
gerechtfertigt werden kann, zu denken, abhilft, welches sonst ein
Hinderniß der moralischen Entschließung sein würde. Aber, was hier das
Vornehmste ist, diese Idee geht aus der Moral hervor, und ist nicht die
Grundlage derselben; ein Zweck, welchen sich zu machen, schon sittliche
Grundsätze voraussetzt. Es kann also der Moral nicht gleichgültig sein,
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Von der Einwohnung des bösen Princips neben dem guten; d. i.
vom radikalen Bösen in der menschlichen Natur
目录
本版本内容
- 01Full text
- 02Vorrede.
- 03Erstes Stück.
- 04Zweites Stück.
- 05Drittes Stück.
- 06Viertes Stück.
- 07erstes Stück.
- 08zweites Stück.
- 09drittes Stück.