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Letteratura

Die Piccolomini

Edizione BooksWhale in tedesco di Friedrich Schiller

Ein dramatischer Konflikt aus militärischer Treue, Familieninteressen und politischem Verrat.

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Introduzione al libro

Die Piccolomini

Im ersten Teil von Schillers Wallenstein-Trilogie wächst der Druck innerhalb der kaiserlichen Armee. Gehorsam, dynastische Interessen und persönliche Unabhängigkeit geraten aneinander.

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Friedrich Schiller died in 1805; Die Piccolomini was first published or performed in 1799. This entry uses the original German text.

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Die Piccolomini

Friedrich Schiller

Die Piccolomini

Friedrich Schiller

In Fünf Aufzügen

Capitolo in anteprimaPersonenAnteprima

Wallenstein, Herzog zu Friedland, kaiserlicher Generalissimus

im Dreißigjährigen Kriege

Octavio Piccolomini, Generalleutnant

Max Piccolomini, sein Sohn, Oberst bei einem Kürassierregiment

Graf Terzky, Wallensteins Schwager,Chef mehrerer Regimenter

Illo Feldmarschall, Wallensteins Vertrauter

Isolani, General der Kroaten

Buttler, Chef eines Dragonerregiments

Tiefenbach, Chef eines Dragonerregiments

Don Maradas, General unter Wallenstein

Götz, General unter Wallenstein

Colalto, General unter Wallenstein

Rittmeister Neumann, Terzkys Adjutant

Kriegsrat von Questenberg vom Kaiser gesendet

Baptista Seni, Astrolog

Herzogin von Friedland, Wallensteins Gemahlin

Thekla, Prinzessin von Friedland, ihre Tochter

Gräfin Terzky, der Herzogin Schwester

Ein Kornet

Kellermeister des Grafen Terzky

Ein Kornet

Friedländische Pagen und Bediente und Hoboisten

Mehrere Obersten und Generale

Erster Aufzug

Ein alter gotischer Saal auf dem Rathause zu Pilsen, mit Fahnen

und anderm Kriegsgeräte dekoriert.

Erster Auftritt

Illo mit Buttler, und Isolani.

Illo.

Spät kommt Ihr—Doch Ihr kommt! Der weite Weg,

Graf Isolan, entschuldigt Euer Säumen.

Isolani.

Wir kommen auch mit leeren Händen nicht!

Es ward uns angesagt bei Donauwerth,

Ein schwedischer Transport sei unterwegs

Mit Proviant, an die sechshundert Wagen.-

Den griffen die Kroaten mir noch auf,

Wir bringen ihn.

Illo.

Er kommt uns grad zupaß,

Die stattliche Versammlung hier zu speisen.

Buttler.

Es ist schon lebhaft hier, ich seh's.

Isolani.

Ja, ja,

Die Kirchen selber liegen voll Soldaten,

(sich umschauend)

Auch auf dem Rathaus, seh ich, habt ichr euch

Schon ziemlich eingerichtet—Nun! nun! der Soldat

Behilft und schickt sich, wie er kann!

Illo.

Von dreißig Regimentern haben sich

Die Obersten zusammen schon gefunden,

Colalto, Götz, Maradas, Hinnersam,

Auch Sohn und Vater Piccolomini—

Ihr werdet manchen alten Freund begrüßen.

Nur Gallas fehlt uns noch und Altringer.

Buttler.

Auf Gallas wartet nicht.

Illo. (stutzt)

Wieso? Wißt Ihr—

Isolani. (unterbricht ihn)

Max Piccolomini hier? Oh! führt mich zu ihm.

Ich seh ihn noch—es sind jetzt zehen Jahr—

Als wir bei Dessau mit dem Mansfeld schlugen,

Den Rappen sprengen von der Brücke herab

Und zu dem Vater, der in Nöten war,

Sich durch der Elbe reißend Wasser schlagen.

Da sproßt' ihm kaum der erste Flaum ums Kinn,

Jetzt, hör ich, soll der Kriegsheld fertig sein.

Illo.

Ihr sollt ihn heut noch sehn. Er führt aus Kärnten

Die Fürstin Friedland her und die Prinzessin,

Sie treffen diesen Vormittag noch ein.

Buttler.

Auch Frau und Tochter ruft der Fürst hieher?

Er ruft hier viel zusammen.

Isolani.

Desto besser.

Erwartet' ich doch schon von nichts als Märschen

Und Batterien zu hören und Attacken;

Und siehe da! der Herzog sorgt dafür,

Daß auch was Holdes uns das Aug' ergötze.

Illo.

(der nachdenkend gestanden, zu Buttlern, den er ein wenig auf

die Seite führt)

Wie wißt Ihr, daß Graf Gallas außen bleibt?

Buttler. (mit Bedeutung)

Weil er auch mich gesucht zurückzuhalten.

Illo. (warm)

Und Ihr seid fest geblieben?

(Drückt ihm die Hand.)

Wackrer Buttler!

Buttler.

Nach der Verbindlichkeit, die mir der Fürst

Noch kürzlich aufgelegt—

Illo.

Ja, Generalmajor! Ich gratuliere!

Isolani.

Zum Regiment, nicht wahr, das ihm der Fürst

Geschenkt? Und noch dazu dasselbe, hör ich,

Wo er vom Reiter hat heraufgedient?

Nun, das ist wahr! dem ganzen Korps gereicht's

Zum Sporn, zum Beispiel, macht einmal ein alter

Verdienter Kriegsmann seinen Weg.

Buttler.

Ich bin verlegen,

Ob ich den Glückwunsch schon empfangen darf,

—Noch fehlt vom Kaiser die Bestätigung.

Isolani.

Greif zu! greif zu! Die Hand, die ihn dahin

Gestellt, ist stark genug, Ihn zu erhalten,

Trotz Kaisern und Ministern.

Illo.

Wenn wir alle

So gar bedenklich sein wollten!

Der Kaiser gibt uns nichts—vom Herzog

Kommt alles, was wir hoffen, was wir haben.

Isolani. (zu Illo)

Herr Bruder! Hab ich's schon erzählt? Der Fürst

Will meine Kreditoren kontenieren.

Will selber mein Kaiser sein künftighin,

Zu einem ordentlichen Mann mich machen.

Und das ist nun das dritte Mal, bedenk' Er!

Capitolo in anteprimaSzene: Ein großer, festlich erleuchteter Saal, in der MitteAnteprima

desselben und nach der Tiefe des Theaters eine reich ausgeschmückte

Tafel, an welcher acht Generale, worunter Octavio Piccolomini,

Terzky und Maradas, sitzen. Rechts und links davon, mehr nach

hinten zu, noch zwei andere Tafeln, welche jede mit sechs Gästen

besetzt sind. Vorwärts steht der Kredenztisch, die ganze vordere

Bühne bleibt für die aufwartenden Pagen und Bedienten frei. Alles

ist in Bewegung, Spielleute von Terzkys Regiment ziehen über den

Schauplatz um die Tafel herum. Noch ehe sie sich ganz entfernt

haben, erscheint Max Piccolomini; ihm kommt Terzky mit einer

Schrift, Isolani mit einem Pokal entgegen.

Erster Auftritt

Terzky. Isolani. Max Piccolomini.

Isolani.

Herr Bruder, was wir lieben! Nun, wo steckt Er?

Geschwind an Seinen Platz! Der Terzky hat

Der Mutter Ehrenweine preisgegeben,

Es geht hier zu, wie auf dem Heidelberger Schloß.

Das Beste hat Er schon versäumt. Sie teilen

Dort an der Tafel Fürstenhüte aus,

Des Eggenberg, Slawata, Lichtenstein,

Des Sternbergs Güter werden ausgeboten

Samt allen großen böhm'schen Lehen; wenn

Er hurtig macht, fällt auch für Ihn was ab.

Marsch! Setz' Er sich!

Colalto und Götz. (rufen an der zweiten Tafel)

Graf Piccolomini!

Terzky.

Ihr sollt ihn haben! Gleich!—Lies diese Eidesformel,

Ob dir's gefällt, so wie wir's aufgesetzt.

Es haben's alle nach der Reih' gelesen,

Und jeder wird den Namen drunter setzen.

Max. (liest)

"Ingratis servire nefas."

Isolani.

Das klingt wie ein latein'scher Spruch—Herr Bruder,

Wie heißt's auf deutsch?

Terzky.

Dem Undankbaren dient kein rechter Mann!

Max.

"Nachdem unser hochgebietender Feldherr, der

Durchlauchtige Fürst von Friedland, wegen vielfältig

empfangener Kränkungen, des Kaisers Dienst zu

Verlassen gemeint gewesen, auf unser einstimmiges

Bitten aber sich bewegen lassen, noch länger bei der

Armee zu verbleiben, und ohne unser Genehmhalten sich

Nicht von uns zu trennen; als verpflichten wir uns wieder

ingesamt, und jeder für sich insbesondere, anstatt eines

körperlichen Eides—auch bei ihm ehrlich und getreu zu

halten, uns auf keinerlei Weise von ihm zu trennen, und

für denselben alles das Unsrige, bis auf den letzten

Blutstropfen, aufzusetzen, so weit nämlich unser dem

Kaiser geleisteter Eid es erlauben wird.

(Die letzten Worte werden von Isolani nachgesprochen.)

Wie wir denn auch, wenn einer oder der andre, von uns, diesem

Verbündnis zuwider, sich von der gemeinen Sache

Absondern sollte, denselben als einen bundesflüchtigen

Verräter erklären, und an seinem Hab und Gut, Leib und

Leben Rache dafür zu nehmen verbunden sein wollen.

Solches bezeugen wir mit Unterschrift unsers Namens."

Terzky.

Bist du gewillt, dies Blatt zu unterschreiben?

Isolani.

Was sollt' er nicht! Jedweder Offizier

Von Ehre kann das—muß das—Dint' und Feder!

Terzky.

Laß gut sein, bis nach der Tafel.

Isolani. (Max fortziehend)

Komm' Er, komm' Er!

(Beide gehen an die Tafel.)

Zweiter Auftritt

Terzky. Neumann.

Terzky. (winkt dem Neumann , der am Kredenztisch gewartet,

und tritt mit ihm vorwärts)

Bringst du die Abschrift, Neumann? Gib! Sie ist

Doch so verfaßt, daß man sie leicht verwechselt?

Neumann.

Ich hab sie Zeil' um Zeile nachgemalt,

Nichts als die Stelle von dem Eid blieb weg,

Wie deine Exzellenz es mir geheißen.

Terzky.

Gut! Leg sie dorthin, und mit dieser gleich

Ins Feuer! Was sie soll, hat sie geleistet.

(Neumann legt die Kopie auf den Tisch und tritt wieder zum Schenktisch.)

Dritter Auftritt

Illo kommt aus dem zweiten Zimmer. Terzky.

Illo.

Wie ist es mit dem Piccolomini?

Terzky.

Ich denke, gut. Er hat nichts eingewendet.

Illo.

Er ist der einz'ge, dem ich nicht recht traue,

Er und der Vater—Habt ein Aug' auf beide!

Terzky.

Wie sieht's an Eurer Tafel aus? Ich hoffe,

Ihr haltet Eure Gäste warm?

Illo.

Sie sind

Ganz kordial. Ich denk, wir haben sie.

Und wie ich's Euch vorausgesagt—Schon ist

Die Red' nicht mehr davon, den Herzog bloß

Bei Ehren zu erhalten. Da man einmal

Beisammen sei, meint Montecuculi,

So müsse man in seinem eignen Wien

Indice

In questa edizione

  1. 01Full text
  2. 02Personen
  3. 03Szene: Ein großer, festlich erleuchteter Saal, in der Mitte
  4. 04Szene: Ein Zimmer in Piccolominis Wohnung. Es ist Nacht.

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