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Letteratura

Siebenkäs

Edizione BooksWhale in tedesco di Jean Paul

Ein humoristischer Roman über Ehe, Identität, Freundschaft, Armut und die poetische Freiheit des Ichs.

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Introduzione al libro

Siebenkäs

Siebenkäs verbindet Jean Pauls komische Erzählkunst mit philosophischer Reflexion, Ehekonflikten, Doppelgängermotiven und empfindsamer Ironie. Diese deutsche Originalausgabe ist geeignet für Leser romantischer Prosa, klassischer deutscher Romane und humorvoller Literatur um 1800.

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Jean Paul starb 1825, und Siebenkäs erschien 1796-1797. Diese Daten stützen die Gemeinfreiheit des deutschen Originaltexts.

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Siebenkäs

Jean Paul

Capitolo in anteprimaErstes BändchenAnteprima

Vorrede zur zweiten Auflage

Was hilft es mir, daß ich diese neue Auflage des Siebenkäs mit den größten Vergrößerungen und Verbesserungen, die nur in meiner Gewalt standen, ausgestattet herausgebe? Man wird sie wohl kaufen und lesen, aber nicht lange studieren und ausführlich genug beurteilen. Die kritische Pythia gab mir, wie die griechische andern Fragern, nicht gern Orakel und zerkäuete höchstens die Lorbeern, ohne sie aufzusetzen, und weissagte wenig oder nichts. So erinnert sich der Verfasser dieses noch recht gut, daß er sich z.B. über die zweite Auflage seines Hesperus gemacht mit der Baumsäge in der linken Hand und mit dem Okuliermesser in der rechten und damit außerordentlich gearbeitet am Werke; aber vergeblich sah er auf weitläuftige Anzeigen davon in gelehrten und ungelehrten Blättern auf. Und so kann er in seinen neuen Auflagen (Fixlein, die Herbstbluminen, die Vorschule, die Levana sind die Bürgen und Zeugen) wirtschaften, wie er will, neue Bilder aufhängen und alte umwenden – Gedanken ausquartieren und Gedanken einquartieren – Charaktere dort zu bessern Auftritten und Gesinnungen anhalten und hier zu schlimmern – kurz, er kann in der Auflage tausendmal gewalttätiger haushalten als wie ein Rezensent oder ein Teufel: keiner von beiden merkt es und sagt der Welt ein Wort davon;

aber auf diese Weise lern' ich wenig, erfahre nicht, wo ichs recht oder schlecht gemacht habe, und büße etwaniges Lob ein.

So stehen die Sachen; inzwischen ist manches natürlich: Der allerkälteste Leser hält den Verfasser keiner kritischen Besserung für fähig, der allerwärmste keiner für bedürftig; beide kommen nur im Satze zusammen, daß ihm alles bloß so natürlich entfahre und entschieße wie den Blattläusen hinten der von Bienen so gesuchte Honigtau, daß er aber nicht wie die gedachten Bienen den Honig mit dem dazu gehörigen Wachse künstlich zubereite.

Manche wollen ordentlich, daß jede Zeile ein erster Erguß und Ausbruch bleibe – als ob die Verbesserung derselben nicht auch wieder ein erster Ausbruch wäre. Andere Kunstleser nehmen keine Partei, und daher lieber eine zweifache. Wollt' ich die Sache kurz ausdrücken: so braucht' ich bloß zu bemerken: sie fragen erstlich: warum läßt der Mann nicht lieber sein Herz allein reden? und setzen zweitens, wenn es einer getan, dazu: wie anders und reicher würde sich ein solches Herz vollends durch die Sprachlehre der Kunst und Kritik aussprechen! – Aber ich kann denselben Gedanken auch viel weitläuftiger, wie folgt, vortragen. Bändigt sich ein Dichter zu scharf, beherzigt er weniger sein vollschlagendes Herz als das feine Adergeflechte der Kunst und zerteilt er den vollen Strom in den feinsten kritischen Schweiß: so merken sie an: wahrlich, je dicker und härter der Wasserstrahl, desto höher treibt er sich auf und überwältigt und durchdringt die Luft, indes ein feiner auf halbem Wege zerflattert. Tut der Verfasser aber das Gegenteil, drückt er mit einem Drucke nichts aus als sein übervolles Herz und läßt die Blutwellen laufen, wie sie wollen: so schärfen die gedachten Kunstrichter den Satz – aber in einer andern Metapher, als ich von ihnen erwartet hätte – ein:

mit dem Kunstwerke sei es wie mit einem papiernen Drachen, welcher nur höher steige, wenn ihn der Knabe an der Schnur ziehe und zügle, aber sofort sich senke, wenn ihn der Kleine nicht anhalte, sondern gehn lasse.

Wir kommen endlich auf unser Werk zurück. Die größten Verbesserungen darin sind wohl die historischen. Denn seit der ersten Ausgabe hatt' ich das Glück, teils den Schauplatz Kuhschnappel selber (wie in Jean Pauls Briefen längst berichtet worden) zu besuchen und zu besehen, teils durch den Briefwechsel mit dem Helden selber ungedruckte Familienbegebenheiten zu gewinnen, zu welchen wohl auf keinem andern Wege zu gelangen war, wenn man sie nicht geradezu erdichten wollte. Sogar neue Leibgeberiana hab' ich erbeutet, die mich jetzo unsäglich erfreuen, da ich sie mitteilen kann.

Capitolo in anteprimaimAnteprima

Reichsmarktflecken Kuhschnappel

* Ein treues Dornenstück

Indice

In questa edizione

  1. 01Full text
  2. 02Erstes Bändchen
  3. 03im
  4. 04Erstes Kapitel
  5. 05Zweites Kapitel
  6. 06Drittes Kapitel
  7. 07Viertes Kapitel
  8. 08Zweites Bändchen
  9. 09Fünftes Kapitel
  10. 10Sechstes Kapitel
  11. 11Siebentes Kapitel
  12. 12Achtes Kapitel
  13. 13Erstes Blumenstück
  14. 14Zweites Blumenstück
  15. 15Drittes Bändchen
  16. 16Neuntes Kapitel
  17. 17im
  18. 18Kapitel, worin er vom 6
  19. 19Zehntes Kapitel
  20. 20Kapitel nicht unter die eng aneinander stehenden Begebenheiten schieben wollte, auf das 13
  21. 21N.A.«
  22. 22Erstes Fruchtstück
  23. 23J. P.
  24. 24Viertes Bändchen
  25. 25F. S.«
  26. 26»R.

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