
ドイツ語 エディション
文学
Bambi
ドイツ語 BooksWhale エディション · Felix Salten
Ein Waldroman über Kindheit, Gefahr, Natur, Verlust, Wachstum und das Leben der Tiere.
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本の紹介
Bambi
Bambi erzählt das Leben eines jungen Rehs im Wald, von Neugier und Spiel bis zu Gefahr, Verlust und Reife. Felix Saltens deutscher Originaltext ist weit mehr als ein Kinderbuch: ein poetischer Naturroman über Angst, Instinkt und Überleben.
BooksWhale エディション
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Felix Salten starb 1945, und Bambi erschien 1923. Diese Daten stützen die Gemeinfreiheit dieser deutschen Originalausgabe, soweit die jeweilige Rechtsordnung dies zulässt.
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Bambi
Felix Salten
プレビュー章Teil 1プレビュー
Er kam mitten im Dickicht zur Welt, in einer jener kleinen, verborgenen Stuben des Waldes, die scheinbar nach allen Seiten offenstehen, die aber doch von allen Seiten umschirmt sind.
Es war denn auch nur wenig Platz da, knapp genug für ihn und seine Mutter.
Hier stand er nun, schwankte bedenklich auf seinen dünnen Beinen, blickte mit trüben Augen, die nichts sahen, blöd vor sich hin, ließ den Kopf hängen, zitterte sehr und war noch ganz betäubt.
„Was für ein schönes Kind!“ rief die Elster.
Sie war herbeigeflogen, angelockt durch das röchelnde Stöhnen, das die Wehen der Mutter entpreßt hatten. Nun saß die Elster auf einem Ast in der Nähe. „Was für ein schönes Kind!“ rief sie jetzt. Sie bekam keine Antwort und sprach eifrig weiter. „Wie erstaunlich, daß es gleich stehen und gehen kann! Wie interessant! Ich habe das noch nie in meinem Leben gesehen. Nun freilich, ich bin ja noch jung, erst seit einem Jahre aus dem Nest, wie Sie vielleicht wissen werden. Aber ich finde es wunderbar.
So ein Kind . . . kommt in dieser Sekunde zur Welt und kann gleich auf den Beinen stehen. Ich finde es vornehm. Ich finde überhaupt, daß alles bei euch Rehen sehr vornehm ist. Und kann es gleich auch laufen . . .?“
„Gewiß“, entgegnete die Mutter leise. „Aber Sie müssen entschuldigen, wenn ich jetzt nicht imstande bin, ein Gespräch zu führen. Ich habe jetzt so sehr viel zu tun . . . und außerdem fühle ich mich noch ein wenig matt.“
„Lassen Sie sich durch mich nicht stören“, sagte die Elster, „viel Zeit habe ich ja auch nicht. Aber so etwas sieht man nicht alle Tage. Ich bitte Sie, wie umständlich und wie mühsam geht es bei uns zu in diesen Dingen. Da können sich die Kinder nicht rühren, wenn sie aus dem Ei sind, liegen hilflos im Nest und brauchen eine Pflege, eine Pflege, sage ich Ihnen, von der machen Sie sich natürlich keinen Begriff. Was für eine Arbeit hat man, sie zu füttern, was für eine Angst, sie zu bewachen. Ich bitte Sie, denken Sie einmal darüber nach, wie anstrengend das ist, für die Kinder Futter holen und zugleich aufpassen müssen, daß ihnen nichts geschieht. Sie können sich ja nicht helfen, wenn man nicht dabei ist. Geben Sie mir nicht recht? Und wie lange muß man warten, bis sie sich rühren können, wie lange dauert das, bis sie Federn kriegen und nach etwas Anständigem aussehen.“
„Verzeihen Sie“, erwiderte die Mutter, „ich habe nicht zugehört.“
Die Elster flog davon. „Dumme Person“, dachte sie für sich, „vornehm, aber dumm!“
Die Mutter bemerkte es kaum. Sie fuhr fort, das Neugeborene eifrig zu waschen. Sie wusch es mit ihrer Zunge und das war alles in einem, Körperpflege, wärmende Massage und Liebkosung.
Das Kleine taumelte ein wenig. Unter dem Streicheln und Schubsen, von dem es überall leise berührt wurde, knickte es ein bißchen zusammen und hielt still. Sein rotes Röckchen, das noch ein wenig zerzaust war, hatte feine, weiße Sprenkel, und in seinem duseligen Kindergesicht war noch ein Ausdruck wie von tiefem Schlaf.
Ringsumher wuchsen Haselstauden, Hartriegel, Schlehdornbüsche und junger Holunder. Hohe Ahornbäume, Buchen und Eichen bauten ein grünes Dach über der Dickung, und dem festen, dunkelbraunen Boden entsprossen Farnwedel, Walderbsen und Salbei. Ganz niedrig schmiegten sich die Blätter von Veilchen, die schon geblüht hatten, und von Erdbeeren, die eben zu blühen begannen, an die Erde. Durch das dichte Laubwerk drang das Licht der Frühsonne als ein goldenes Gespinst. Der ganze Wald erschallte von vielerlei Stimmen, war von ihnen durchdrungen wie von einer fröhlichen Erregung. Der Pirol jauchzte unablässig, die Tauben gurrten ohne Aufhören, die Amseln pfiffen, die Finken schlugen, die Meisen zirpten.
プレビュー章Teil 2プレビュー
„Das ist kein Gras“, erklärte die Mutter, „das ist ein gutes Heupferdchen.“
„Warum springt es so?“ fragte Bambi.
„Weil wir da gehen“, antwortete die Mutter, „. . . es fürchtet sich.“
„O!“ Bambi wandte sich zu dem Heupferdchen, das mitten auf dem weißen Teller einer Marguerite saß. „O“, sagte Bambi höflich, „Sie brauchen sich nicht zu fürchten, wir tun Ihnen gewiß nichts.“
„Ich fürchte mich nicht“, erwiderte das Heupferdchen mit einer rasselnden Stimme. „Ich bin nur im ersten Moment erschrocken, denn ich sprach gerade mit meiner Frau.“
„Entschuldigen Sie, bitte“, sagte Bambi bescheiden. „Wir haben Sie gestört.“
„Das macht nichts“, rasselte das Heupferdchen. „Weil Sie es sind, macht es nichts. Aber man weiß ja nie, wer es ist, der kommt, und man muß sich in acht nehmen.“
„Ich bin nämlich heute zum erstenmal in meinem Leben auf der Wiese“, erzählte Bambi. „Die Mutter hat mir . . .“
Das Heupferdchen stand mit bockig vorgeducktem Kopf da, machte ein ernstes Gesicht und murrte: „Das interessiert mich nicht. Ich habe keine Zeit, mit Ihnen zu schwatzen, ich muß jetzt meine Frau suchen. Hopp!“
Und weg war es.
„Hopp“, sagte Bambi verdutzt und bestaunte den hohen Sprung, mit dem es verschwand.
Bambi lief zur Mutter: „Du . . . ich habe mit ihm gesprochen!“
„Mit wem?“ fragte die Mutter.
„Nun, mit dem Heupferdchen“, erzählte Bambi, „ich habe mit ihm gesprochen. Es war so freundlich zu mir. Und es gefällt mir so gut. Es ist so wunderbar grün, und am Ende ist es so durchsichtig, wie kein Blatt es sein kann, auch das feinste nicht.“
„Das sind die Flügel.“
„So?“ Bambi sprach weiter. „Und es hat solch ein ernstes Gesicht, voll Nachdenken. Aber trotzdem ist es freundlich zu mir gewesen. Und wie es springen kann! Das muß fabelhaft schwer sein. Hopp! sagt es und springt so hoch, daß du es nicht mehr sehen kannst.“
Sie gingen weiter. Die Unterredung mit dem Heupferdchen hatte Bambi erregt und ein wenig ermüdet, denn es war doch das erstemal, daß er mit jemandem Fremden sprach. Er fühlte Hunger und drängte sich an seine Mutter, um sich zu erfrischen.
Als er dann wieder ruhig dastand und eine kurze Weile vor sich hinträumte, in der kleinen, süßen Trunkenheit, die ihn jedesmal umfing, nachdem er sich von seiner Mutter gesättigt hatte, gewahrte er in dem Gewirr der Grashalme eine helle Blume, die sich bewegte. Bambi sah schärfer hin. Nein, das war keine Blume, das war ja ein Schmetterling.
Bambi schlich näher.
Der Schmetterling hing träge an einem Halme und bewegte leise seine Flügel.
„Bitte, bleiben Sie sitzen!“ rief ihn Bambi an.
„Warum soll ich denn sitzen bleiben? Ich bin doch ein Schmetterling“, antwortete der Falter erstaunt.
„Ach, bleiben Sie nur ein ganz kleines bißchen sitzen“, bat Bambi, „ich habe mir schon lange gewünscht, Sie in der Nähe zu sehen. Seien Sie doch so gut.“
„Meinetwegen“, sagte der Weißling, „aber nicht lange.“
Bambi stand vor ihm. „Wie schön Sie sind“, rief er entzückt, „wie wunderschön! Wie eine Blume!“
„Was?“ Der Schmetterling klappte mit den Flügeln. „Wie eine Blume? Nun, in meinen Kreisen herrscht allgemein die Ansicht, daß wir schöner sind als die Blumen.“
Bambi war verwirrt. „Gewiß“, stotterte er, „viel schöner . . . verzeihen Sie . . . ich wollte nur sagen . . .“
„Es ist mir ziemlich gleichgültig, was Sie sagen wollten“, entgegnete der Schmetterling. Er bog affektiert seinen schmalen Leib und spielte eitel mit den zarten Fühlern.
Bambi betrachtete ihn hingerissen. „Wie zierlich Sie sind“, sagte er, „wie fein und zierlich! Und was für eine Pracht, diese weißen Schwingen!“
Der Schmetterling legte die Flügel breit auseinander, dann stellte er sie hoch, daß sie ganz beisammen waren und einem steilen Segel glichen.
„O“, rief Bambi, „ich verstehe jetzt, daß Sie schöner sind als die Blumen. Außerdem können Sie ja fliegen, und das können die Blumen nicht.
目次
このエディションの内容
- 01Full text
- 02Teil 1
- 03Teil 2
- 04Teil 3
- 05Teil 4
- 06Teil 5
- 07Teil 6
- 08Teil 7
- 09Teil 8
- 10Teil 9
- 11Teil 10
- 12Teil 11
- 13Teil 12