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Die Braut von Messina

Edição BooksWhale em alemão por Friedrich Schiller

Schillers Tragödie verbindet antiken Chor, Familienfluch, Leidenschaft und tödliche Verkennung.

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Introdução do livro

Die Braut von Messina

Die Braut von Messina ist Schillers kühnes Experiment mit antiker Form und moderner Tragödie. Das Drama führt Brüderkonflikt, Familiengeheimnis, Chorpassagen, Schicksalsglauben und zerstörerische Leidenschaft zusammen und zeigt Schillers späte dramatische Kunst in konzentrierter Form.

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Friedrich Schiller starb 1805, und Die Braut von Messina wurde 1803 veröffentlicht. Diese Daten stützen die Gemeinfreiheit dieser deutschen Originalausgabe.

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Die Braut von Messina

Friedrich Schiller

Capítulo de préviaPersonen.Prévia

Donna Isabella, Fürstin von Messina. Don Manuel und Don Cesar, ihre Söhne. Beatrice. Diego. Boten. Chor, bestehend aus dem Gefolge der Brüder. Die Ältesten von Messina, reden nicht.

Die Scene ist eine geräumige Säulenhalle, auf beiden Seiten sind Eingänge, eine große Flügelthüre in der Tiefe führt zu einer Kapelle.

Capítulo de préviaErster Auftritt.Prévia

Donna Isabella in tiefer Trauer, die Ältesten von Messina stehen um sie her.

Isabella. Der Noth gehorchend, nicht dem eignen Trieb, Tret' ich, ihr greisen Häupter dieser Stadt, Heraus zu euch aus den verschwiegenen Gemächern meines Frauensaals, das Antlitz Vor euren Männerblicken zu entschleiern. Denn es geziemt der Wittwe, die den Gatten Verloren, ihres Lebens Licht und Ruhm, Die schwarz umflorte Nachtgestalt dem Aug Der Welt in stillen Mauern zu verbergen; Doch unerbittlich allgewaltig treibt Des Augenblicks Gebieterstimme mich An das entwohnte Licht der Welt hervor.

Nicht zweimal hat der Mond die Lichtgestalt Erneut, seit ich den fürstlichen Gemahl Zu seiner letzten Ruhestätte trug, Der mächtigwaltend dieser Stadt gebot, Mit starkem Arme gegen eine Welt Euch schützend, die euch feindlich rings umlagert. Er selber ist dahin, doch lebt sein Geist In einem tapfern Heldenpaare fort Glorreicher Söhne, dieses Landes Stolz. Ihr habt sie unter euch in freud'ger Kraft Aufwachsen sehen, doch mit ihnen wuchs Aus unbekannt verhängnißvollem Samen Auch ein unsel'ger Bruderhaß empor, Der Kindheit frohe Einigkeit zerreißend, Und reifte furchtbar mit dem Ernst der Jahre. Nie hab' ich ihrer Eintracht mich erfreut; An diesen Brüsten nährt' ich beide gleich, Gleich unter sie vertheil' ich Lieb' und Sorge, Und beide weiß ich kindlich mir geneigt. In diesem einz'gen Triebe sind sie Eins, In allem Andern trennt sie blut'ger Streit.

Zwar, weil der Vater noch gefürchtet herrschte, Hielt er durch gleiche Strenge furchtbare Gerechtigkeit die Heftigbrausenden im Zügel, Und unter eines Joches Eisenschwere Bog er vereinend ihren starren Sinn. Nicht waffentragend durften sie sich nahn, Nicht in denselben Mauern übernachten. So hemmt' er zwar mit strengem Machtgebot Den rohen Ausbruch ihres wilden Triebs; Doch ungebessert in der tiefen Brust Ließ er den Haß--der Starke achtet es Gering, die leise Quelle zu verstopfen, Weil er dem Strome mächtig wehren kann.

Was kommen mußte, kam. Als er die Augen Im Tode schloß und seine starke Hand Sie nicht mehr bändigt, bricht der alte Groll Gleichwie des Feuers eingepreßte Gluth, Zur offnen Flamme sich entzündend, los. Ich sag' euch, was ihr Alle selbst bezeugt: Messina theilte sich, die Bruderfehde Löst' alle heil'gen Bande der Natur, Dem allgemeinen Streit die Losung gebend, Schwert traf auf Schwert, zum Schlachtfeld ward die Stadt. Ja, diese Hallen selbst bespritzte Blut.

Des Staates Bande sahet ihr zerreißen, Doch mir zerriß im Innersten das Herz-- Ihr fühltet nur das öffentliche Leiden Und fragtet wenig nach der Mutter Schmerz. Ihr kamt zu mir und spracht dies harte Wort: "Du siehst, daß deiner Söhne Bruderzwist "Die Stadt empört in bürgerlichem Streit, "Die, von dem bösen Nachbarn rings umgarnt, "Durch Eintracht nur dem Feinde widersteht. "--Du bist die Mutter! Wohl, so siehe zu, "Wie du der Söhne blut'gen Hader stillst. "Was kümmert uns, die Friedlichen, der Zank "Der Herrscher? Sollen wir zu Grunde gehn, "Weil deine Söhne wüthend sich befehden? "Wir wollen uns selbst rathen ohne sie "Und einem andern Herrn uns übergeben, "Der unser Bestes will und schaffen kann!"

So spracht ihr rauhen Männer, mitleidlos Für euch nur sorgend und für eure Stadt, Und wälztet noch die öffentliche Noth Auf dieses Herz, das von der Mutter Angst Und Sorgen schwer genug belastet war. Ich unternahm das nicht zu Hoffende, Ich warf mit dem zerrißnen Mutterherzen Mich zwischen die Ergrimmten, Frieden rufend-- Unabgeschreckt, geschäftig, unermüdlich Beschickt' ich sie, den Einen um den Andern, Bis ich erhielt durch mütterliches Flehn, Das sie's zufrieden sind, in dieser Stadt Messina, in dem väterlichen Schloß Unfeindlich sich von Angesicht zu sehn, Was nie geschah, seitdem der Fürst verschied.

Dies ist der Tag! Des Boten harr' ich stündlich, Der mir die Kunde bringt von ihrem Anzug. --Seid denn bereit, die Herrscher zu empfangen Mit Ehrfurcht, wie's dem Unterthanen ziemt. Nur eure Pflicht zu leisten seid bedacht, Für's Andre laßt uns Andere gewähren. Verderblich diesem Land und ihnen selbst Verderbenbringend war der Söhne Streit; Versöhnt, vereinigt, sind sie mächtig gnug, Euch zu beschützen gegen eine Welt Und Recht sich zu verschaffen--gegen euch!

Sumário

Nesta edição

  1. 01Full text
  2. 02Personen.
  3. 03Erster Auftritt.
  4. 04Zweiter Auftritt.
  5. 05Dritter Auftritt.
  6. 06Vierter Auftritt.
  7. 07Fünfter Auftritt.
  8. 08Sechster Auftritt.
  9. 09Siebenter Auftritt.
  10. 10Achter Auftritt.
  11. 11Erster Auftritt.
  12. 12Zweiter Auftritt.
  13. 13Dritter Auftritt.
  14. 14Vierter Auftritt.
  15. 15Fünfter Auftritt.
  16. 16Sechster Auftritt.
  17. 17Erster Auftritt.
  18. 18Zweiter Auftritt.
  19. 19Dritter Auftritt.
  20. 20Vierter Auftritt.
  21. 21Fünfter Auftritt.
  22. 22Erster Auftritt.
  23. 23Zweiter Auftritt.
  24. 24Dritter Auftritt.
  25. 25Vierter Auftritt.
  26. 26Fünfter Auftritt.
  27. 27Sechster Auftritt.
  28. 28Siebenter Auftritt.
  29. 29Achter Auftritt.
  30. 30Neunter Auftritt.
  31. 31Letzter Auftritt.

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