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Geschichte der Abderiten

德语 BooksWhale 版本 · Christoph Martin Wieland

Ein satirischer deutscher Aufklärungsroman über Kleinstadt, Vernunft, Torheit, Politik und Kultur.

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图书简介

Geschichte der Abderiten

Geschichte der Abderiten nutzt die antike Stadt Abdera als Spiegel für moderne Torheiten, Provinzialismus, Streitlust und fehlgeleitete Gelehrsamkeit. Diese deutsche Originalausgabe ist ein Klassiker der Aufklärungssatire und der politischen Erzählkunst.

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Christoph Martin Wieland starb 1813, und Geschichte der Abderiten erschien erstmals ab 1774. Diese Daten stützen die Gemeinfreiheit dieser deutschen Originalausgabe.

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Geschichte der Abderiten

Christoph Martin Wieland

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Erster Theil

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Diejenigen, denen etwan daran gelegen seyn möchte, sich der Wahrheit der bei dieser Geschichte zum Grunde liegenden Thatsachen und charakteristischen Züge zu vergewissern, können — wofern sie nicht Lust haben, solche in den Quellen selbst, nämlich in den Werken eines Herodot, Diogenes Laërtius, Athenäus, Aelian, Plutarch, Lucian, Paläphatus, Cicero, Horaz, Petron, Juvenal, Valerius, Gellius, Solinus u. a. aufzusuchen, — sich aus den Artikeln Abdera und Demokritus in dem Bacchischen Wörterbuche überzeugen, daß diese Abderiten nicht unter die wahren Geschichten im Geschmacke der Lucianischen gehören.

Sowohl die Abderiten, als ihr gelehrter Mitbürger Demokrit, erscheinen hier in ihrem wahren Lichte: und wiewohl der Verfasser, bei Ausfüllung der Lücken, Aufklärung der dunkeln Stellen, Hebung der wirklichen und Vereinigung der scheinbaren Widersprüche, die man in den vorbemeldeten Schriftstellern findet, nach unbekannten Nachrichten gearbeitet zu haben scheint, so werden doch scharfsinnige Leser gewahr werden, daß er in allem diesem einem Gewährsmanne gefolget ist, dessen Ansehen alle Aeliane und Athenäen zu Boden wiegt, und gegen dessen einzelne Stimme das Zeugniß einer ganzen Welt, und die Entscheidung aller Amphiktyonen, Areopagiten, Decemvirn, Centumvirn und Ducentumvirn, auch Doctoren, Magister und Baccalaureen, sammt und sonders ohne Wirkung ist, nämlich der Natur selbst.

Sollte man dieses kleine Werk als einen, wiewohl geringen, Beitrag zur Geschichte des menschlichen Verstandes ansehen wollen, so läßt sich's der Verfasser sehr wohl gefallen; glaubt aber, daß es auch unter diesem so vornehm klingenden Titel weder mehr noch weniger sey, als was alle Geschichtbücher seyn müssen, wenn sie nicht sogar unter die schöne Melusine herabsinken, und mit dem schalsten aller Mährchen der Dame D'Aulnoy in einerlei Rubrik geworfen werden wollen. — — — — —

目录

本版本内容

  1. 01Full text
  2. 02Erster Theil
  3. 03Vorbericht.
  4. 04Erstes Buch
  5. 05Demokritus unter den Abderiten.
  6. 06Erstes Kapitel
  7. 07Vorläufige Nachrichten vom Ursprung der Stadt Abdera und dem Charakter ihrer Einwohner.
  8. 08Zweites Kapitel
  9. 09Demokritus von Abdera. Ob und wie viel seine Vaterstadt berechtigt war, sich etwas auf ihn einzubilden?
  10. 10Drittes Kapitel
  11. 11Was Demokrit für ein Mann war. Seine Reisen. Er kommt nach Abdera zurück. Was er mitbringt, und wie er aufgenommen wird. Ein Examen, das sie mit ihm vornehmen, welches zugleich eine Probe einer Abderitischen Conversation ist.
  12. 12Viertes Kapitel
  13. 13Das Examen wird fortgesetzt, und verwandelt sich in eine Disputation über die Schönheit, wobei Demokriten sehr warm gemacht wird.
  14. 14Fünftes Kapitel
  15. 15Unerwartete Auflösung des Knotens, mit einigen neuen Beispielen von Abderitischem Witz.
  16. 16Sechstes Kapitel
  17. 17Eine Gelegenheit für den Leser, um sein Gehirn aus der schaukelnden Bewegung des vorigen Kapitels wieder in Ruhe zu setzen.
  18. 18Siebentes Kapitel
  19. 19Patriotismus der Abderiten. Ihre Vorneigung für Athen, als ihre Mutterstadt. Ein paar Proben von ihrem Atticismus, und von der unangenehmen Aufrichtigkeit des weisen Demokrit.
  20. 20Achtes Kapitel
  21. 21Vorläufige Nachricht von dem Abderitischen Schauspielwesen. Demokrit wird genöthigt, seine Meinung davon zu sagen.
  22. 22Neuntes Kapitel
  23. 23Gute Gemüthsart der Abderiten, und wie sie sich an Demokrit wegen seiner Unhöflichkeit zu rächen wissen. Eine seiner Strafpredigten zur Probe. Die Abderiten machen ein Gesetz gegen alle Reisen, wodurch ein Abderitisches Mutterkind hätte klüger werden können. Merkwürdige Art, wie der Nomophylax Gryllus eine aus diesem Gesetz entstandene Schwierigkeit auslöst.
  24. 24Zehntes Kapitel
  25. 25Demokrit zieht sich aufs Land zurück, und wird von den Abderiten fleißig besucht. Allerlei Raritäten, und eine Unterredung vom Schlaraffenlande der Sittenlehrer.
  26. 26Eilftes Kapitel
  27. 27Etwas von den Abderitischen Philosophen, und wie Demokrit das Unglück hat, sich mit ein paar wohlgemeinten Worten in sehr schlimmen Credit zu setzen.
  28. 28Zwölftes Kapitel
  29. 29Demokrit zieht sich weiter von Abdera zurück. Wie er sich in seiner Einsamkeit beschäftigt. Er kommt bei den Abderiten in den Verdacht daß er Zauberkünste treibe. Ein Experiment, das er bei dieser Gelegenheit mit den Abderitischen Damen macht, und wie es abgelaufen.
  30. 30Dreizehntes Kapitel
  31. 31Demokrit soll die Abderitinnen die Sprache der Vögel lehren. Im Vorbeigehen eine Probe, wie sie ihre Töchter bildeten.
  32. 32Zweites Buch
  33. 33Hippokrates in Abdera.
  34. 34Erstes Kapitel
  35. 35Eine Abschweifung über den Charakter und die Philosophie des Demokritus, welche wir den Leser nicht zu überschlagen bitten.
  36. 36Zweites Kapitel
  37. 37Demokrit wird eines schweren Verbrechens beschuldigt, und von einem seiner Verwandten damit entschuldigt, daß er seines Verstandes nicht recht mächtig sey. Wie er das Ungewitter, welches ihm der Priester Strobylus zubereiten wollte, noch zu rechter Zeit ableitet.
  38. 38Drittes Kapitel
  39. 39Eine kleine Abschweifung in die Regierungszeit Schach-Baham des Weisen. Charakter des Rathsherrn Thrasyllus.
  40. 40Viertes Kapitel
  41. 41Kurze, doch hinlängliche, Nachrichten von den Abderitischen Sykophanten. Ein Fragment aus der Rede, worin Thrasyllus um die Bevogtung seines Vetters ansuchte.
  42. 42Fünftes Kapitel
  43. 43Die Sache wird auf ein medicinisches Gutachten ausgestellt. Der Senat läßt ein Schreiben an den Hippokrates abgehen. Der Arzt kommt in Abdera an, erscheint vor Rath, wird vom Rathsherrn Thrasyllus zu einem Gastgebot gebeten, und hat — lange Weile. Ein Beispiel, daß ein Beutel voll Dariken nicht bei allen Leuten anschlägt.
  44. 44Sechstes Kapitel
  45. 45Hippokrates legt einen Besuch bei Demokriten ab. Geheimnachrichten von dem uralten Orden der Kosmopoliten.
  46. 46Siebentes Kapitel
  47. 47Hippokrates ertheilt den Abderiten seinen gutächtlichen Rath. Große und gefährliche Bewegungen, die darüber im Senat entstehen, und wie zum Glück für das Abderitische Gemeinwesen, der Stundenrufer alles auf einmal wieder in Ordnung bringt.
  48. 48Drittes Buch
  49. 49Euripides unter den Abderiten.
  50. 50Erstes Kapitel
  51. 51Die Abderiten machen sich fertig in die Komödie zu gehen.
  52. 52Zweites Kapitel
  53. 53Nähere Nachrichten von dem Abderitischen Nationaltheater. Geschmack der Abderiten. Charakter des Nomophylax Gryllus.
  54. 54Drittes Kapitel
  55. 55Beiträge zur Abderitischen Literargeschichte. Nachrichten von ihren ersten theatralischen Dichtern, Hyperbolus, Paraspasmus, Antiphilus und Thlaps.
  56. 56Viertes Kapitel
  57. 57Merkwürdiges Beispiel von der guten Staatswirthschaft der Abderiten. Beschluß der Digression über ihr Theaterwesen.
  58. 58Fünftes Kapitel
  59. 59Die Andromeda des Euripides wird ausgeführt. Großer Succeß des Nomophylax, und was die Sängerin Eukolpis dazu beigetragen. Ein paar Anmerkungen über die übrigen Schauspieler, die Chöre und die Decoration.
  60. 60Sechstes Kapitel
  61. 61Sonderbares Nachspiel, das die Abderiten mit einem unbekannten Fremden spielten, und dessen höchst unvermuthete Entwickelung.
  62. 62Siebentes Kapitel
  63. 63Was den Euripides nach Abdera geführt hatte, nebst einigen Geheimnachrichten von dem Hofe zu Pella.
  64. 64Achtes Kapitel
  65. 65Wie sich Euripides mit den Abderiten benimmt. Sie machen einen Anschlag auf ihn, wobei sich ihre politische Betriebsamkeit in einem starken Lichte zeigt, und der ihnen um so gewisser gelingen muß, weil alle Schwierigkeiten, die sie dabei sehen, bloß eingebildet sind.
  66. 66Neuntes Kapitel
  67. 67Euripides besieht die Stadt, wird mit dem Priester Strobylus bekannt, und vernimmt von ihm die Geschichte der Latonenfrösche. Merkwürdiges Gespräch, welches bei dieser Gelegenheit zwischen Demokrit, dem Priester und dem Dichter vorfällt.
  68. 68Zehntes Kapitel
  69. 69Der Senat zu Abdera gibt dem Euripides, ohne daß er darum angesucht Erlaubnis, eines seiner Stücke auf dem Abderitschen Theater auszuführen. Kunstgriff, wodurch sich die Abderitische Kanzlei in solchen Fällen zu helfen pflegte. Schlaues Betragen des Nomophylax. Merkwürdige Art der Abderiten, einem, der ihnen im Wege stand, allen Vorschub zu thun.
  70. 70Eilftes Kapitel
  71. 71Die Andromeda des Euripides wird endlich trotz aller Hindernisse von seinen eignen Schauspielern aufgeführt. Ausserordentliche Empfindsamkeit der Abderiten, mit einer Digression, welche unter die lehrreichsten in diesem ganzen Werke gehört, und folglich von gar keinem Nutzen seyn wird.
  72. 72Zwölftes Kapitel
  73. 73Wie ganz Abdera vor Bewunderung und Entzücken über die Andromeda des Euripides zu Narren wurde. Philosophisch-kritischer Versuch über diese seltsame Art von Phrenesie, welche bei den Alten insgemein die Abderitische Krankheit genannt wird, — den Geschichtschreibern ergebenst zugeeignet.
  74. 74Zweiter Theil
  75. 75Viertes Buch
  76. 76Der Proceß um des Esels Schatten.
  77. 77Erstes Kapitel
  78. 78Veranlassung des Processes und Facti Species.
  79. 79Zweites Kapitel
  80. 80Verhandlung vor dem Stadtrichter Philippides.
  81. 81Drittes Kapitel
  82. 82Wie die Parteien sich höhern Orts um Unterstützung bewerben.
  83. 83Viertes Kapitel
  84. 84Gerichtliche Verhandlung. Relation des Beisitzers Miltias. Urthel, und was daraus erfolgt.
  85. 85Fünftes Kapitel
  86. 86Gesinnungen des Senats. Tugend der schönen Gorgo und ihre Wirkungen. Der Priester Strobylus tritt auf, und die Sache wird ernsthafter.
  87. 87Sechstes Kapitel
  88. 88Verhältnis des Latonentempels zum Tempel des Jason. Contrast in den Charakteren des Oberpriesters Strobylus und des Erzpriesters Agathyrsus. Strobylus erklärt sich für die Gegenpartei des letztern, und wird von Salabanda unterstützt, welche eine wichtige Rolle in der Sache zu spielen anfängt.
  89. 89Siebentes Kapitel
  90. 90Ganz Abdera theilt sich in zwei Parteien. Die Sache kommt vor Rath.
  91. 91Achtes Kapitel
  92. 92Gute Ordnung in der Kanzlei von Abdera. Präjudicialfälle, die nichts ausmachen. Das Volk will das Rathhaus stürmen, und wird von Agathyrsus besänftigt. Der Senat beschließt, die Sache dem großen Rath zu überlassen.
  93. 93Neuntes Kapitel
  94. 94Politik beider Parteien. Der Erzpriester verfolgt seinen erhaltenen Vortheil. Die Schatten ziehen sich zurück. Der entscheidende Tag wird festgesetzt.
  95. 95Zehntes Kapitel
  96. 96Was für eine Mine der Priester Strobylus gegen seinen Collegen springen läßt. Zusammenberufung der Zehnmänner. Der Erzpriester wird vorgeladen, findet aber Mittel, sich sehr zu seinem Vortheil aus der Sache zu ziehen.
  97. 97Eilftes Kapitel
  98. 98Agathyrsus beruft seine Anhänger zusammen. Substanz seiner Rede an sie. Er ladet sie zu einem großen Opferfest ein. Der Archon Onolaus will sein Amt niederlegen. Unruhe der Partei des Erzpriesters über dieses Vorhaben. Durch was für eine List sie solches vereiteln.
  99. 99Zwölftes Kapitel
  100. 100Der Entscheidungstag. Maßregeln beider Parteien. Die Vierhundert versammeln sich, und das Gericht nimmt seinen Anfang. Philanthropisch-patriotische Träume des Herausgebers dieser merkwürdigen Geschichte.
  101. 101Dreizehntes Kapitel
  102. 102Rede des Sykophanten Physignatus.
  103. 103Vierzehntes Kapitel
  104. 104Antwort des Sykophanten Polyphonus.
  105. 105Fünfzehntes Kapitel
  106. 106Bewegungen, welche die Rede des Polyphonus verursachte. Nachtrag des Sykophanten Physignatus. Verlegenheit der Richter.
  107. 107Sechzehntes Kapitel
  108. 108Unvermuthete Entwickelung der ganzen Komödie und Wiederherstellung der Ruhe in Abdera.
  109. 109Fünftes Buch
  110. 110Die Frösche der Latona.
  111. 111Erstes Kapitel
  112. 112Erste Quelle des Uebels, welches endlich den Untergang der Abderitischen Republik nach sich zog. Politik des Erzpriesters Agathyrsus. Er läßt einen eignen öffentlichen Froschgraben anlegen. Nähere und entferntere Folgen dieses neuen Instituts.
  113. 113Zweites Kapitel
  114. 114Charakter des Philosophen Korax. Nachrichten von der Akademie der Wissenschaften zu Abdera. Korax wirft in derselben eine verfängliche Frage in Betreff der Latonenfrösche, und sich selbst zum Haupt der Gegenfröschler auf. Betragen der Latonenpriester gegen diese Secte und wie sie bewogen wurden, selbige für unschädlich anzusehen.
  115. 115Drittes Kapitel
  116. 116Ein unglücklicher Zufall nöthigt den Senat von der unmäßigen Froschmenge in Abdera Notiz zu nehmen. Unvorsichtigkeit des Rathsherrn Meidias. Die Majora beschließen ein Gutachten der Akademie einzuholen. Der Nomophylax Hypsiboas protestirt gegen diesen Schluß, und eilt den Oberpriester Stilbon dagegen in Bewegung zu setzen.
  117. 117Viertes Kapitel
  118. 118Charakter und Lebensart des Oberpriesters Stilbon. Verhandlung zwischen den Latonenpriestern und den Rathsherren von der Minorität. Stilbon sieht die Sache aus einem eigenen Gesichtspunkt an, und geht, dem Archon selbst Vorstellungen zu machen. Merkwürdige Unterredung zwischen den Zurückgebliebenen.
  119. 119Fünftes Kapitel
  120. 120Was zwischen dem Oberpriester und dem Archon vorgefallen — eines der lehrreichsten Kapitel in dieser ganzen Geschichte.
  121. 121Sechstes Kapitel
  122. 122Was der Oberpriester Stilbon that, als er wieder nach Hause gekommen war.
  123. 123Siebentes Kapitel
  124. 124Auszüge aus dem Gutachten der Akademie. Ein Wort über die Absichten, welche Korax dabei gehabt, mit einer Apologie, woran Stilbon und Korax gleich viel Antheil nehmen können.
  125. 125Achtes Kapitel
  126. 126Neuntes Kapitel
  127. 127Der Oberpriester Stilbon schreibt ein sehr dickes Buch gegen die Akademie. Es wird von niemand gelesen: im übrigen aber bleibt vor der Hand alles beim Alten.
  128. 128Zehntes Kapitel
  129. 129Seltsame Entwickelung dieses ganzen tragikomischen Possenspiels.
  130. 130Der Schlüssel zur Abderitengeschichte

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