
German Edition
Literature
Geschichte des Fräuleins von Sternheim
German BooksWhale Edition by Sophie von La Roche
Ein früher deutscher Briefroman über Tugend, Verführung, Selbstbehauptung und weibliche Erfahrung.
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Book introduction
Geschichte des Fräuleins von Sternheim
Geschichte des Fräuleins von Sternheim gilt als wichtiger früher deutscher Roman und verbindet Briefform, Empfindsamkeit, moralische Prüfung und die Perspektive einer jungen Frau in einer von Stand, Macht und Begehren geprägten Gesellschaft. Diese deutsche Originalausgabe richtet sich an Leser klassischer Romane, Frauenliteratur und Literatur des 18. Jahrhunderts.
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Sophie von La Roche starb 1807, und Geschichte des Fräuleins von Sternheim erschien 1771. Diese Daten stützen die Gemeinfreiheit des deutschen Originaltexts.
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Geschichte des Fräuleins von Sternheim
Sophie von La Roche
Geſchichte des Fraͤuleins von Sternheim.
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ie ſollen mir nicht danken, meine Freundinn, daß ich ſo viel fuͤr Sie abſchreibe. Sie wiſſen, daß ich das Gluͤck hatte, mit der vortrefflichen Dame erzogen zu werden, aus deren Le- bensbeſchreibung ich Jhnen Auszuͤge und Abſchriften von den Briefen mittheile, welche Mylord Seymour von ſeinen en- gliſchen Freunden und meiner Emilia ſam- melte. Glauben Sie, es iſt ein Vergnuͤ- gen fuͤr mein Herz, wenn ich mich mit etwas beſchaͤfftigen kann, wodurch das
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gehei- geheiligte Andenken der Tugend und Guͤte einer Perſon, welche unſerm Geſchlechte und der Menſchheit Ehre gemacht, in mir erneuert wird.
Der Vater meiner geliebten Lady Sidney war der Oberſte von Stern- heim, einziger Sohn eines Profeſſors in W., von welchem er die ſorgfaͤltigſte Er- ziehung genoß. Edelmuth, Groͤße des Geiſtes, Guͤte des Herzens, waren die Grundzuͤge ſeines Charakters. Auf der Univerſitaͤt L. verband ihm die Freund- ſchaft mit dem juͤngern Baron von P. ſo ſehr, daß er nicht nur alle Reiſen mit ihm machte, ſondern auch aus Liebe zu ihm mit in Kriegsdienſte trat. Durch ſeinen Umgang und durch ſein Beyſpiel wurde der vorher unbaͤndige Geiſt des Barons ſo biegſam und wohldenkend, daß die ganze Familie dem jungen Mann dank- te, der ihren geliebten Sohn auf die Wege des Guten gebracht hatte. Ein Zufall trennte ſie. Der Baron mußte nach dem Tode ſeines aͤltern Bruders die Kriegs- dienſte verlaſſen, und ſich zu Ueberneh- mung mung der Guͤther und Verwaltung derſel- ben geſchickt machen. Sternheim, der von Officiren und Gemeinen auf das voll- kommenſte geehrt und geliebt wurde, blieb im Dienſte, und erhielt darinn von dem Fuͤrſten die Stelle eines Oberſten, und den Adelſtand. „Jhr Verdienſt, nicht „das Gluͤck hat Sie erhoben,“ ſagte der General, als er ihm im Namen des Fuͤrſten in Gegenwart vieler Perſonen, das Oberſten-Patent und den Adelsbrief uͤberreichte; und nach dem allgemeinen Zeugniſſe waren alle Feldzuͤge Gelegen- heiten, wo er Großmuth, Menſchenliebe und Tapferkeit in vollem Maaß ausuͤbte.
Bey Herſtellung des Friedens war ſein erſter Wunſch, ſeinen Freund zu ſe- hen, mit welchem er immer Briefe gewech- ſelt hatte. Sein Herz kannte keine an- dere Verbindung. Schon lange hatte er ſeinen Vater verlohren; und da dieſer ſelbſt ein Fremdling in W. geweſen war, ſo blieben ſeinem Sohne keine nahe Ver- wandte von ihm uͤbrig. Der Oberſte von Sternheim gieng alſo nach P., um
Table of contents
Inside this edition
- 01Full text
- 02S
- 03A
- 04A 2
- 05A 3
- 06A 4
- 07A 5
- 08B
- 09B 2
- 10B 3
- 11B 4
- 12B 5
- 13C
- 14C 2
- 15C 3
- 16D
- 17C 4
- 18C 5
- 19D
- 20D 2
- 21N
- 22D 3
- 23W
- 24D 4
- 25D 5
- 26D
- 27E
- 28E 2
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- 33M
- 34F
- 35A
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- 39J
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- 41G
- 42G 2
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- 47H
- 48H 2
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- 53Scene mit mir. Sie kam, ſo bald ich an-
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- 98P 5
- 99B*.
- 100J
- 101Scene des Wirthshauſes in F* fiel mir
- 102Q
- 103im
- 104Q 2
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- 109R
- 110K
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- 115S
- 116N
- 117S 2
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- 121T
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- 126T 5
- 127v
- 128H
- 129U
- 130T*
- 131Partie des Fuͤrſten beſtimmte.
- 132U 2
- 133U 3
- 134U 4
- 135U 5
- 136W
- 137X
- 138X 2
- 139X 3
- 140X 4
- 141X 5
- 142D
- 143Y
- 144Y 2
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- 146Y 4
- 147Y 5
- 148Z
- 149S
- 150Z 2
- 151Z 3
- 152Z 4
- 153Z 5
- 154S
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