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Littérature
Wallensteins Tod
Édition BooksWhale en allemand par Friedrich Schiller
Das dramatische Ende von Wallensteins Aufstieg zwischen Krieg, Machtpolitik, Loyalität und Verrat.
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Wallensteins Tod
Schiller führt Wallenstein in den entscheidenden Stunden seiner politischen Isolation. Zwischen militärischer Strategie, persönlichem Ehrgeiz und dem Zerfall von Vertrauen wird die Tragödie des Dreißigjährigen Krieges sichtbar.
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Wallensteins Tod
Friedrich Schiller
Chapitre d'aperçuErster AufzugAperçu
Ein Zimmer, zu astrologischen Arbeiten eingerichtet und mit Sphären, Karten, Quadranten und anderm astronomischen Geräte versehen. Der Vorhang von einer Rotunde ist aufgezogen, in welcher die sieben Planetenbilder, jedes in einer Nische, seltsam beleuchtet, zu sehen sind. Seni beobachtet die Sterne, Wallenstein steht vor einer großen schwarzen Tafel, auf welcher der Planetenaspekt gezeichnet ist.
Chapitre d'aperçuErster AuftrittAperçu
Wallenstein. Seni.
Wallenstein. Laß es jetzt gut sein, Seni. Komm herab. Der Tag bricht an, und Mars regiert die Stunde. Es ist nicht gut mehr operieren. Komm! Wir wissen g'nug.
Seni. Nur noch die Venus laß mich Betrachten, Hoheit. Eben geht sie auf. Wie eine Sonne glänzt sie in dem Osten.
Wallenstein. Ja, sie ist jetzt in ihrer Erdennäh' Und wirkt herab mit allen ihren Stärken. (Die Figur auf der Tafel betrachtend.) Glückseliger Aspekt! So stellt sich endlich Die große Drei verhängnisvoll zusammen, Und beide Segenssterne, Jupiter Und Venus, nehmen den verderblichen, Den tück'schen Mars in ihre Mitte, zwingen Den alten Schadenstifter, mir zu dienen. Denn lange war er feindlich mir gesinnt Und schoß mit senkrecht- oder schräger Strahlung, Bald im Gevierten, bald im Doppelschein, Die roten Blitze meinen Sternen zu Und störte ihre segenvollen Kräfte. Jetzt haben sie den alten Feind besiegt Und bringen ihn am Himmel mir gefangen.
Seni. Und beide große Lumina von keinem Malefico beleidigt! der Saturn Unschädlich, machtlos, in cadente domo.
Wallenstein. Saturnus' Reich ist aus, der die geheime Geburt der Dinge in dem Erdenschoß Und in den Tiefen des Gemüts beherrscht Und über allem, was das Licht scheut, waltet. Nicht Zeit ist's mehr, zu brüten und zu sinnen, Denn Jupiter, der glänzende, regiert Und zieht das dunkel zubereitete Werk Gewaltig in das Reich des Lichts—Jetzt muß Gehandelt werden, schleunig, eh' die Glücks- Gestalt mir wieder wegflieht überm Haupt, Denn stets in Wandlung ist der Himmelsbogen. (Es geschehen Schläge an die Tür.) Man pocht. Sieh, wer es ist.
Terzky. (draußen). Laß öffnen!
Wallenstein. Es ist Terzky. Was gibt's so Dringendes? Wir sind beschäftigt.
Terzky. (draußen) Leg alles jetzt beiseit', ich bitte dich, Es leidet keinen Aufschub.
Wallenstein. Öffne, Seni. (Indem jener dem Terzky aufmacht, zieht Wallenstein den Vorhang vor die Bilder.)
Table des matières
Dans cette édition
- 01Full text
- 02Erster Aufzug
- 03Erster Auftritt
- 04Zweiter Auftritt
- 05Dritter Auftritt
- 06Zweiter Aufzug
- 07Erster Auftritt
- 08Zweiter Auftritt
- 09Dritter Auftritt
- 10Dritter Aufzug
- 11Erster Auftritt
- 12Zweiter Auftritt
- 13Dritter Auftritt
- 14Vierter Aufzug
- 15Erster Auftritt
- 16Zweiter Auftritt
- 17Dritter Auftritt
- 18Fünfter Aufzug
- 19Erster Auftritt
- 20Zweiter Auftritt
- 21Dritter Auftritt
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