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Tristan und Isolde

Edição BooksWhale em alemão por Gottfried von Straßburg

Das große mittelalterliche Liebesepos über Schicksal, Treue, Begehren und den Konflikt zwischen Liebe und Ordnung.

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Introdução do livro

Tristan und Isolde

Das große mittelalterliche Liebesepos über Schicksal, Treue, Begehren und den Konflikt zwischen Liebe und Ordnung. Gottfried von Straßburg gestaltet die tragische Liebe von Tristan und Isolde als ein Epos über Leidenschaft, Ehre, Schuld und gesellschaftliche Bindung.

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Gottfried von Straßburg died in the early thirteenth century; the medieval romance is public domain.

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Tristan und Isolde

Gottfried von Straßburg

Capítulo de préviaGottfried.Prévia

Gedächte man Dessen nicht nach Werth,

Der Gutes hat der Welt beschert,

So wär es alles ohne Werth,

Was Gutes wird der Welt beschert.

Das, was der gute Mann für gut

Und nur der Welt zu Gute thut,

Wer das nicht nehmen will für gut,

Dem sag ich, daß er übel thut.

Ich höre schmälern oft und viel,

Was man doch gerne haben will:

Da ist das Wenige zu viel!

Da will man, was man selbst nicht will!

Ein Ding, das man vonnöthen hat,

Soll finden eine gute Statt,

Und loben soll es, wer es hat,

So lang es einnimmt seine Statt.

Theuer und werth ist mir der Mann,

Der Gut und Uebel wägen kann,

Der mich und jeden andern Mann

Nach seinem Werth erkennen kann.

Ehr, Gunst und Lob, die schaffen Kunst,

Da Kunst geschaffen ist zu Gunst.

Wo Ehre grünt mit Lob und Gunst,

Da blühet jede Art von Kunst.

Recht wie ein Ding zu Schanden geht,

Das ohne Lob und Ehre steht,

So wächst eins, das in Ehren steht

Und um sein Lob nicht irre geht.

Ich weiß so Manchen, der das treibt,

Daß er das Gute zu Uebel schreibt,

Das Uebele wieder zu Gute schreibt.

Der treibt's nicht wohl: er hintertreibt!

Clar leuchten, wie auf goldnem Grund,

Das Urtheil und die Kunst im Bund.

Doch tritt der Neid in ihren Bund,

Da geht Urtheil und Kunst zu Grund.

Ha, Tugend, wie so schmal dein Steg!

Wie doch so kümmerlich dein Weg!

Heil, wer ihn wandelt und weicht nicht weg

Von deinem Weg, von deinem Steg!

Trieb' ich mein Leben müßig hin,

So reif im Leben, wie ich bin,

Dann führ' ich in der Welt dahin

Nicht also weltlich, wie ich bin.

Ich wende an eine Unmüßigkeit

Der Welt zu Liebe meine Zeit

Und edlen Herzen zu einer Labe:

Den Herzen, die ich im Herzen habe,

Der Welt, zu der mein Herze hält.

Nicht mein' ich ihrer Aller Welt,

Nicht die, von der ich höre sagen,

Sie könne nicht Noth noch Schwere tragen

Und wolle nur in Freuden schweben;

Die laß auch Gott mit Freuden leben!

Doch dieser Welt und ihrer Art

Bleibt meine Rede gern erspart.

Ihr Leben und meines scheiden sich.

Eine andre Welt, die meine ich,

Die trägt im Herzen unentzweit

Die süße Herbe, das liebe Leid,

Die Herzliebe, die sehnende Noth,

Das liebe Leben, den leiden Tod,

Den lieben Tod, das leide Leben.

Dem Leben sei mein Leben ergeben,

Der Welt will ich mich weltlich zeihn,

Mit ihr verderben, mit ihr gedeihn.

Ich bin bei ihr bis heute blieben

Und hab mit ihr die Tage vertrieben,

Die mir in wehevollem Leben

Lehr und Geleite sollten geben.

Der halt' ich meine Unmüßigeit

Zur Kurzweil und zur Lust bereit,

Daß sie mit meiner Märe

Ihr Weh und ihre Schwere

Lindre zu halbem Theile

Und ihre Schmerzen heile.

Denn wer etwas zu treiben sinnt,

Davon sein Sinn Unmuße gewinnt,

Der entladet sorgehaften Muth,

Das ist für Herzenssorgen gut.

Es sagen Alle von der Ruh,

Wenn einer müßig und dazu

Mit sehnendem Schaden sei beladen,

So mehre das den sehnenden Schaden.

Bei sehnendem Leide Müßigkeit,

Da wächst je mehr das sehnende Leid.

Darum ist's gut, wer Herzensklage

Und sehnende Noth im Herzen trage,

Daß er mit allem Fleiße

Den Leib zur Unruh weise,

Darüber denn sein Herze ruht;

Das ist dem Herzen mächtig gut.

Doch geb ich nimmermehr den Rath,

Daß, wer da Lieb im Herzen hat,

Unmuße solcher Art erküre,

Die reiner Liebe nicht gebühre:

Ein Lied von Lieb und Leide

Sei seines Herzens Weide,

Er heg's mit Herzen und Munde

Und sänfte so die Stunde.

Nun aber ist ein Wort, das spricht,

Und ich verwerf es wahrlich nicht,

Das Herz des Sehnenden, je mehr

Capítulo de préviaRiwalin und BlancheflurPrévia

Riwalin und Blancheflur

Sumário

Nesta edição

  1. 01Full text
  2. 02Gottfried.
  3. 03Riwalin und Blancheflur
  4. 04Riwalin und Blancheflur.
  5. 05Rual li Foitenant
  6. 06Rual li Foitenant.
  7. 07Tristan das Kind
  8. 08Tristan das Kind.
  9. 09Das Schachzabelspiel
  10. 10Das Schachzabelspiel.
  11. 11Die Jagd
  12. 12Die Jagd.
  13. 13Tristans Weltglück
  14. 14Tristans Weltglück.
  15. 15Die Erkennung
  16. 16Die Erkennung.
  17. 17Tristans Schwertleite
  18. 18Tristans Schwertleite.
  19. 19Heimfahrt und Rache
  20. 20Heimfahrt und Rache.
  21. 21Der Irenzins
  22. 22Der Irenzins.
  23. 23Tristan Tantris
  24. 24Tristan Tantris.
  25. 25Die Brautfahrt
  26. 26Die Brautfahrt.
  27. 27Der Drachenkampf
  28. 28Der Drachenkampf.
  29. 29Der Splitter
  30. 30Der Splitter.
  31. 31Der Rechte
  32. 32Der Rechte.
  33. 33Der Minnetrank
  34. 34Der Minnetrank.
  35. 35Der Minne Recht
  36. 36Der Minne Recht.
  37. 37Der Minne Schuld
  38. 38Der Minne Schuld.
  39. 39Rotte und Harfe
  40. 40Rotte und Harfe.
  41. 41Verrathenes Spiel
  42. 42Verrathenes Spiel.
  43. 43Trug wider Trug
  44. 44Trug wider Trug.
  45. 45Melot der Zwerg
  46. 46Melot der Zwerg.
  47. 47Die Lauscher am Brunnen
  48. 48Die Lauscher am Brunnen.
  49. 49Das Gottesgericht
  50. 50Das Gottesgericht.
  51. 51Das Hündlein Peticriu
  52. 52Das Hündlein Peticriu.
  53. 53Die Minnengrotte
  54. 54Die Minnengrotte.
  55. 55Frauenhut
  56. 56Frauenhut.
  57. 57Scheiden und Meiden
  58. 58Scheiden und Meiden.
  59. 59Isolde Weißhand
  60. 60Isolde Weißhand.
  61. 61Die Tristanssänger
  62. 62Die Tristanssänger.
  63. 63Hand und Herz
  64. 64Hand und Herz.
  65. 65Die Bilderhalle
  66. 66Die Bilderhalle.
  67. 67Kaedin
  68. 68Kaedin.
  69. 69Tristan und Isolde.
  70. 70Rose und Rebe
  71. 71Rose und Rebe.

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