German Edition
Philosophy
Mozi
German BooksWhale Edition by Mozi
Original title: 墨子
Ein Klassiker der chinesischen Philosophie über universelle Liebe, Nutzen, Ordnung und gerechtes Handeln.
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Book introduction
Mozi
Mozi versammelt zentrale Gedanken des Mohismus: universelle Liebe, Maß, Nutzen, Kritik an Angriffskriegen und die Ordnung des Gemeinwesens. Diese von BooksWhale autorisierte deutsche Ausgabe macht den klassischen chinesischen Text in einer klaren digitalen Lesefassung zugänglich.
BooksWhale edition
How this edition was prepared
This edition is based on a public domain text and has been prepared for digital reading by BooksWhale.
Public domain basis
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Der chinesische Ausgangstext « 墨子 » ist gemeinfrei; diese deutsche Ausgabe ist eine von BooksWhale autorisierte KI-unterstützte Übersetzung.
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Mozi
Preview chapterFreundschaft mit den GelehrtenPreview
Wenn man in einem Staat die Regierung übernimmt, sich aber nicht um die dortigen Würdigen kümmert, bringt man den Staat in Gefahr und Untergang. Wenn man begabte und tugendhafte Menschen entdeckt, sie aber nicht rasch einsetzt, ist das Nachlässigkeit gegenüber dem Fürsten. Ohne Würdige kann man dringende Nöte nicht beheben; ohne Talente gibt es niemanden, mit dem man die Staatsgeschäfte beraten kann. Dass man Würdige geringschätzt und Talente vernachlässigt und dennoch den Staat dauerhaft in Frieden und Ordnung hält, hat es niemals gegeben.
Einst war Herzog Wen von Jin im Ausland im Exil und wurde später dennoch zum Hegemon der Welt; Herzog Huan von Qi war gezwungen, sein Heimatland zu verlassen, und wurde später zum Hegemon der Fürsten; König Goujian von Yue wurde vom König von Wu gedemütigt und wurde später ein weiser Herrscher, dessen Macht bis in die Zentralebene reichte. Dass diese drei Männer Ruhm und Erfolg erlangten und in der Welt hervortraten, geschah jeweils unter Umständen, in denen ihre Staaten Kränkung und Schmach erlitten hatten. Daher ist es die beste Strategie, keinen Fehlschlag zu erleiden; die zweitbeste ist, nach einem Fehlschlag noch Mittel zu haben, ihn in einen Sieg zu verwandeln. Dies beruht darauf, Menschen gut einzusetzen.
Ich habe einmal gehört: „Es ist nicht so, dass es keine sichere Wohnstätte gäbe, sondern dass man selbst nicht den Gedanken haben darf, sich leichtfertig in Sicherheit zu wiegen; es ist nicht so, dass es keine ausreichenden Güter gäbe, sondern dass man selbst nicht den Gedanken der bloßen Genügsamkeit hegen darf.“ Darum ist der weise Edle streng gegen sich selbst und nachsichtig gegen andere, während der Mittelmäßige sich selbst schont und andere hart beurteilt. Wenn ein Edler Verwendung findet, ändert er seine Gesinnung nicht; wenn er aus dem Amt scheidet, prüft er die tatsächlichen Umstände und Gründe. Selbst wenn er auf den Rang eines einfachen Mannes herabsinkt, beklagt er weder den Himmel noch die Menschen; dies liegt daran, dass er Selbstvertrauen besitzt. Daher wird er, auch wenn er etwas tut, das für ihn schwierig ist, gewiss das Ziel erreichen, das er ersehnt. Doch man hat nie gehört, dass jemand, der nur nach Belieben handelt, den verabscheuungswürdigen Folgen entkommen wäre.
Ein Minister mit zu großer Macht gefährdet den Herrscher; schmeichlerische und kriecherische Untergebene schaden dem Oberen. Der Herrscher muss Minister haben, die den Mut zur mahnenden Kritik besitzen; der Obere muss Untergebene haben, die offen sprechen. Nur durch wiederholte Debatten derer, die abweichende Meinungen vertreten, und durch aufrichtige Ermahnung derer, die einander warnen können, lassen sich das Leben des Volkes nähren und der Staat bewahren. Wenn die Untergebenen nur darauf bedacht sind, ihren Rang zu sichern, aber nicht remonstrieren; wenn die Minister in der Nähe des Herrschers schweigen und die Beamten in der Ferne den Mund verschließen, dann sammelt sich Unmut in den Herzen des Volkes. Wenn Schmeichler den Herrscher umgeben und richtige Meinungen blockiert werden, gerät der Staat in Gefahr. Sind Jie von Xia und Zhou von Shang nicht gerade deshalb zugrunde gegangen, weil ihnen die Würdigen der Welt fehlten? So fanden sie den Tod und verloren ihr Reich. Darum heißt es: Es ist besser, Würdige zu empfehlen und Talente zu fördern, als dem Staat kostbare Schätze zu schenken.
Wenn es heute fünf Ahlen gibt und eine davon am schärfsten ist, dann wird gerade die schärfste zuerst brechen. Wenn es fünf Messer gibt und eines davon geschliffen wurde, dann wird gerade das geschliffene zuerst abgenutzt. Darum wird ein klarer, süßer Brunnen leicht ausgeschöpft; ein hoher Baum wird leicht gefällt; ein wundersamer Schildkrötenpanzer wird leicht verbrannt; eine göttliche lange Schlange wird leicht der Sonne ausgesetzt. Daher wurde Bi Gan getötet, weil sein Charakter aufrecht und unbeugsam war; Meng Ben wurde getötet, weil er allzu tapfer war; Xi Shi wurde im Fluss versenkt, weil sie allzu schön war; Wu Qi wurde durch Wagen zerrissen, weil er sich ganz der Sache der Reform widmete. Von all diesen Menschen erlitt keiner sein Unglück aus einem anderen Grund als wegen seiner Vorzüge. Deshalb heißt es: Wenn Dinge in einen äußersten Zustand geraten, lassen sie sich schwer lange bewahren.
Preview chapterSelbstkultivierungPreview
Auch wenn der Edle im Krieg Schlachtordnungen besitzt, gründet er sich doch auf den Geist der Tapferkeit. Auch wenn es bei Trauerfeiern Rituale gibt, beruhen sie doch auf dem Gefühl der Trauer. Auch wenn ein Gelehrter Wissen besitzt, muss er edles Verhalten zur Grundlage machen. Deshalb: Wenn die Wurzel nicht fest steht, erwarte nicht, dass Zweige und Blätter üppig gedeihen. Wenn die Nahestehenden einander nicht zugetan sein können, erwarte nicht, dass man Ferne heranzieht. Wenn selbst die Verwandten im Inneren sich nicht anschließen, erwarte nicht, dass man sich mit Außenstehenden verbindet. Wenn man eine einzelne Sache nicht von Anfang bis Ende gut erledigen kann, soll man nicht viele Geschäfte an sich ziehen. Wenn man bei gewöhnlichen Dingen schon verworren ist, soll man nicht nach weitem Wissen und umfassendem Hören streben. Darum regierten die Könige des Altertums die Welt, indem sie gewiss zuerst das Nächstliegende klar erkannten und dadurch das Ferne an sich zogen. Der Edle erkennt das Nächstliegende klar, um seine Selbstkultivierung zu erhöhen; wenn er nach der Erhöhung seiner Selbstkultivierung von anderen verleumdet wird, prüft er sich selbst im Gegenzug. So werden die Klagen anderer verschwinden, und sein eigenes Verhalten kann Vollkommenheit erreichen. Verleumderische und bösartige Worte hört er nicht an; grobe und gewaltsame Worte spricht er nicht aus; Gedanken, die anderen schaden würden, bewahrt er nicht im Herzen. So können selbst Menschen, die sich ganz der Verleumdung und dem Zwietrachtstiften widmen, nicht bestehen. Darum wird der Edle in der Übernahme von Aufgaben täglich stärker, seine Ideale werden täglich weiter, und sein Werk blüht täglich mehr auf.
Das Prinzip, nach dem der Edle in der Welt steht, lautet: In Armut zeigt er Lauterkeit; in Reichtum und Rang zeigt er Menschlichkeit und Gerechtigkeit. Den Lebenden gegenüber zeigt er Fürsorge; den Toten gegenüber zeigt er Schmerz. Diese vier Tugenden dürfen nicht unecht sein; sie müssen durch innere Kultivierung erreicht werden. Was im Herzen verborgen liegt, ist grenzenlose Menschenliebe; was sich im Handeln zeigt, ist unvergleichliche Ehrfurcht; was sich in der Sprache widerspiegelt, ist höchste Eleganz. Wer diese Kultivierung durch den ganzen Leib und alle Glieder dringen lässt, sie im körperlichen Auftreten sichtbar macht und sie selbst dann nicht aufgibt, wenn das Haar weiß und der Scheitel kahl geworden ist, der ist wohl nur ein Heiliger.
Bei einem Menschen, dessen Wille nicht fest ist, wird sich seine Begabung und Einsicht nicht entfalten. Bei einem Menschen, dessen Worte nicht glaubwürdig sind, werden seine Handlungen nicht entschlossen sein. Wer Besitz hat und ihn nicht mit anderen teilen will, ist es nicht wert, dass man mit ihm Freundschaft schließt. Wer Grundsätze nicht wahren kann, die Dinge nicht umfassend erkennt und Recht und Unrecht nicht klar unterscheidet, ist es nicht wert, dass man mit ihm Umgang pflegt. Ist der Stamm nicht fest, geraten die Zweige gewiss in Gefahr. Wer Mut hat, ihn aber nicht dauerhaft bewahren kann, wird am Ende sicher nachlassen. Ein Fluss, dessen Quelle trüb ist, wird keinen klaren Strom haben. Ein Mensch, dessen Verhalten nicht aufrichtig ist, wird seinen Ruf unweigerlich verderben. Ruf entsteht nicht grundlos; Lob wächst nicht von selbst. Wenn die Verdienste vollkommen sind, stellt sich der Ruf von selbst ein. Ansehen lässt sich nicht vortäuschen; nur Selbstprüfung und Selbstdisziplin vermögen es hervorzubringen. Wer nur leer redet und die Praxis vernachlässigt, wird, selbst wenn er beredt ist, andere gewiss nicht dazu bringen, ihm zu folgen. Wer bei der Arbeit Kraft aufwendet, aber gern seine Verdienste rühmt, wird, selbst wenn er Mühe auf sich nimmt, gewiss nicht anerkannt werden. Der Kluge versteht im Herzen, spricht aber nicht viel; er leistet viel, rühmt jedoch seine Verdienste nicht. Darum verbreitet sich sein Ruf in der Welt. Beim Sprechen kommt es nicht auf Vielheit an, sondern auf Klugheit; nicht auf Pracht, sondern auf Klarheit. Fehlen Klugheit und Einsicht und ist man im Handeln zudem nachlässig, so erreicht man oft das Gegenteil.
Table of contents
Inside this edition
- 01Full text
- 02Freundschaft mit den Gelehrten
- 03Selbstkultivierung
- 04Vom Färben
- 05Von der Notwendigkeit der Maßstäbe
- 06Die sieben Ursachen der Sorge
- 07Ausschweifung im Übermaß
- 08Dreifache Argumentation
- 09Übereinstimmung mit dem Höherstehenden
- 10Allumfassende Liebe
- 11Verurteilung des Angriffskrieges
- 12Schlichte Begräbnisse
- 13Der Wille des Himmels
- 14Über Geister
- 15Verurteilung der Musik
- 16Gegen den Fatalismus
- 17Gegen den Konfuzianismus
- 18Kanon und Erläuterung des Kanons
- 19Große Erläuterungen
- 20Kleine Erläuterungen
- 21Geng Zhu
- 22Verteidigung gegen Angriff von einer Anhöhe
- 23Verteidigung gegen Angriff mit Leitern
- 24Vorbereitung gegen Überschwemmung
- 25Vorbereitung gegen Ausfälle
- 26Vorbereitung gegen Tunnelbau
- 27Verteidigung gegen Ameisenansturm
- 28Das Opfer gegen das Kommen des Feindes
- 29Flaggen und Banner
- 30Befehle und Anordnungen
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墨子
Mozi · Philosophy
墨家经典,讨论兼爱、非攻、节用、尚贤和实用理性的政治伦理。
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Mozi
Mozi · Philosophy
An English edition of the Mohist classic on universal care, merit, frugality, and social order.
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French Edition
Mozi
Mozi · Philosophy
Une édition française du classique mohiste sur l’amour universel, le mérite et l’ordre social.
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Il Mozi
Mozi · Philosophy
Una traduzione italiana del pensiero mohista su amore universale, utilità, guerra difensiva, merito e governo sobrio.
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Mozi
Mozi · Philosophy
Una edición española del clásico mohista sobre amor universal, mérito, frugalidad y orden social.