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Die geheime Geschichte der Mongolen

Édition BooksWhale en allemand par Traditionelles mongolisches Werk

Eine deutsche Ausgabe der mongolischen Chronik über Dschingis Khan, Stammespolitik und Reichsbildung.

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Die geheime Geschichte der Mongolen

Die geheime Geschichte der Mongolen ist die zentrale mittelalterliche Quelle zur Frühgeschichte der Mongolen und zum Aufstieg Dschingis Khans. Diese deutsche Ausgabe erschließt Genealogien, Steppe, Bündnisse, Rivalitäten, Kriegszüge, Herrschaftsbildung und die politische Kultur des mongolischen Reiches in erzählender Form.

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Cette édition repose sur un texte du domaine public et a été préparée par BooksWhale pour la lecture numérique.

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The Secret History of the Mongols is a medieval traditional Mongolian chronicle; this German edition is treated as an authorized/AI-assisted German edition supplied for BooksWhale publication.

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Die geheime Geschichte der Mongolen

Traditionelles mongolisches Werk

Chapitre d'aperçuErstes KapitelAperçu

Temüdschins Vorfahren und seine Kindheit

Die Vorfahren Dschingis Khans gehen auf Börte Chino zurück, der auf Befehl des Himmels geboren wurde; sein Name bedeutet „blauer Wolf“. Gemeinsam mit seiner Frau Qo'ai Maral, deren Name „weiße Hirschkuh“ bedeutet, kam er über das Meer. An der Quelle des Onon-Flusses, am Burqan-Berg, zeugten sie Batachi Khan.

Batachi Khans Sohn hieß Tamacha; Tamachas Sohn hieß Qorichar Mergen; Qorichar Mergens Sohn hieß A'uzhan Borowenle; A'uzhan Borowenles Sohn hieß Sariqachau; Sariqachaus Sohn hieß Yeke Nidun; Yeke Niduns Sohn hieß Qiansuo Chi; Qiansuo Chis Sohn hieß Qarchu.

Qarchus Sohn hieß Borjigidai Mergen, und seine Frau war Mangqolejin Qo'a. Borjigidai Mergens Sohn hieß Toroqoljin Bayan; seine Frau hieß Boroqechin Qo'a. Sie hatten einen Diener namens Boroldai Suyalbi sowie zwei edle Pferde, ein Silberblumenpferd und ein eisenblaues Pferd. Toroqoljin Bayan hatte zwei Söhne, Duwa Soqor und Dobun Mergen. Duwa Soqor hatte mitten auf der Stirn ein einzelnes Auge und konnte drei Li weit sehen.

Eines Tages stiegen Duwa Soqor und sein Bruder Dobun Mergen gemeinsam auf den Burqan-Berg. Von dort oben blickte Duwa Soqor in die Ferne und sah eine Gruppe Menschen, die dem Tünggelik-Fluss entlang heranzog.

Duwa Soqor sagte: „Unter jenen wandernden Leuten befindet sich ein schönes Mädchen. Sie sitzt aufrecht vorn auf einem Planwagen. Falls sie noch keinem anderen versprochen ist, dann geh du, Dobun Mergen, und wirb um sie.“ So schickte er seinen jüngeren Bruder Dobun Mergen hin, um nachzusehen.

Dobun Mergen ging dorthin und erkundigte sich. Das Mädchen war tatsächlich eine weithin gerühmte, außergewöhnliche Schönheit und noch unverheiratet. Diese Leute gehörten zum Stamm der Qori-Tümed. Einst hatte Bargudai Mergen, der Herr der Senke Qol-Barqujin, seine Tochter Barqujin Qo'a mit Qorilartai Mergen, dem Häuptling der Qori-Tümed, verheiratet. Bald darauf gebar sie in Ariq Usun eine Tochter, die sie Alan Qo'a nannten. Dieses Mädchen war sie.

Im Land der Qori-Tümed gab es viele Zobel, Eichhörnchen und andere wilde Tiere. Doch weil der Stamm sich gegenseitig Beschränkungen auferlegte und die Jagd verbot, entstand Zwietracht. Qorilartai Mergen verließ deshalb jenes Gebiet, gründete einen eigenen Hausstand und nannte sich fortan Qorilar. Als er hörte, dass der Burqan-Berg reich an Wild sei, zog er dorthin und schloss sich Shinchibayan Uriyangqai an. Dort heiratete Dobun Mergen Alan Qo'a.

Nachdem Alan Qo'a zu Dobun Mergen gekommen war, gebar sie zwei Söhne: Der eine hieß Bugunütai, der andere Belgünütai.

Duwa Soqor starb bald darauf. Seine vier Söhne betrachteten ihren Onkel Dobun Mergen nicht als Verwandten, verachteten ihn auf jede Weise und verließen ihn bald. So wurde Dobun Mergen zum Stammvater der späteren Dörben.

Eines Tages danach ging Dobun Mergen auf den Berg Toqochakh-Undur, um zu jagen. Am Waldrand traf er einen Mann aus dem Stamm der Uriyangqai. Dieser hatte einen dreijährigen Hirsch erlegt und röstete gerade dessen Rippen und Eingeweide über dem Feuer. Dobun Mergen sagte: „Freund, gib mir etwas von dem fertig gebratenen Fleisch.“ Der Mann sagte bereitwillig zu. Er behielt die Lunge des Hirsches, die halbe Brusthöhle und das Fell für sich und gab Dobun Mergen den ganzen übrigen Hirsch.

Dobun Mergen lud das Hirschfleisch auf und machte sich auf den Heimweg. Unterwegs traf er einen armen Mann, der ein Kind bei sich führte. Dobun Mergen fragte: „Wer bist du?“ Der Mann antwortete: „Ich gehöre zu den Ma'aliq-Bayawud. Ich bin bitterarm und muss überall umherirren. Wenn du mir etwas Hirschfleisch gibst, schenke ich dir dieses Kind.“ Dobun Mergen überlegte kurz und stimmte zu. Er brach dem Hirsch ein Hinterbein ab und gab es dem Mann. Dann nahm er das Kind mit nach Hause und setzte es als Diener ein.

Bald darauf starb auch Dobun Mergen. Nach seinem Tod hatte Alan Qo'a keinen Ehemann mehr, gebar aber dennoch drei Söhne: Buqu Qataji, Buqatu Salji und Bodonchar Mungqaq.

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Temüdschins Mannesjahre

Mönglik folgte dem letzten Willen Yesügei Ba'aturs und ging zu Dei Sechen. Er sagte: „Bruder Yesügei sehnt sich sehr nach Temüdschin; sein Herz schmerzt vor Sehnsucht. Er hat mich gebeten, Temüdschin zurückzuholen.“ Dei Sechen sagte: „Wenn der Schwiegerfreund seinen Sohn vermisst, dann soll Temüdschin zurückkehren. Ich hoffe aber, dass er bald wiedergebracht wird.“ So brachte Mönglik Temüdschin zurück.

In jenem Frühling, beim Opfer für die Ahnen, kam Frau Hö'elün zu spät. Orbei und Saqatai, die Gemahlinnen Ambaghai Khans, gaben ihr deshalb keinen Anteil am Opferfleisch. Frau Hö'elün sagte zu Orbei und Saqatai: „Yesügei Ba'atur ist tot. Heißt das, meine Söhne können nicht mehr heranwachsen? Warum habt ihr beim Verteilen des Opferfleisches und des Opferweins absichtlich nicht auf uns gewartet? Ihr habt gesehen, dass wir nichts zu essen bekamen, und beim Aufbruch des Lagers habt ihr uns nicht einmal gerufen.“

Als Orbei und Saqatai das hörten, sagten sie: „Es gibt keine Regel, dass man dich rufen muss. Wir haben dich nicht gerufen, und doch bist du gekommen, nicht wahr? Wenn man dir nichts gegeben hat, kannst du doch essen, wenn du darauf stößt. Jetzt, da Ambaghai Khan tot ist, wagst du es, uns so zurechtzuweisen!“ Dann fügten sie hinzu: „Wenn man es recht bedenkt, müsste man euch Mutter und Söhne wegen solcher Worte hier im Lager zurücklassen und nicht mitnehmen.“

Am nächsten Morgen zogen die Taichi'ud unter Tarqutai Kiriltuq, Todoyan Girte und anderen am Onon-Fluss entlang fort und ließen Hö'elün und ihre Kinder zurück. Der alte Charaqai aus dem Stamm der Qongqotan ging hin, um sie davon abzuhalten. Todoyan Girte sagte: „Das tiefe Wasser ist ausgetrocknet, der helle Stein ist zerbrochen!“

Sie achteten nicht auf die Worte des alten Charaqai. Beim Aufbruch sagten sie noch: „Was berechtigt dich, uns zu ermahnen?“ Obwohl der alte Charaqai sie wieder und wieder zu hindern suchte, wurde ihm sogar ein Speerstoß in den Rücken versetzt. Er musste mit ansehen, wie sie fortzogen.

Verwundet kehrte der alte Charaqai nach Hause zurück und lag dort unter Schmerzen. Temüdschin ging ihn besuchen. Der alte Charaqai sagte: „Die Leute, die dein weiser Vater gesammelt hatte, sind jetzt alle von anderen weggeführt worden. Ich ging hin, um sie aufzuhalten, und wurde so verwundet.“ Als Temüdschin das hörte, ging er weinend zurück. Frau Hö'elün nahm eigenhändig die Yakschwanzstandarte und brach auf, um einen Teil der verstreuten Leute zurückzuholen. Doch auch die Zurückgekehrten blieben nicht in Ruhe; später zogen sie erneut mit den Taichi'ud fort.

So ließen die Brüder der Taichi'ud die Waisen und ihre Mutter im Lager zurück und zogen von dannen.

Frau Hö'elün war von Natur aus tugendhaft und tüchtig. Um ihre jungen Söhne zu ernähren, setzte sie eine hohe Haube auf und lief Tag und Nacht den Onon-Fluss hinauf und hinab, sammelte wilde Birnen, Früchte und Kräuter, um sich davon zu ernähren. Frau Hö'elün war von Natur aus tapfer und zäh. Um ihre glückverheißenen Söhne großzuziehen, grub sie mit einem Pflock aus Tannenholz Wurzeln aus und schnitt rote Wildkräuter. Die Kinder, die von Berglauch und Wildzwiebeln lebten, die ihre Mutter sammelte, wurden schließlich Großkhane. Die starken Söhne, von Wildfleisch ernährt, wurden zu Männern, die nicht zurückwichen. Als die Kinder allmählich heranwuchsen, wurden sie alle zu hervorragenden Helden.

Sie alle wussten die Mühen ihrer Mutter zu würdigen und verabredeten miteinander, ihre Mutter zu versorgen. Sie saßen am Ufer des Onon-Flusses, bogen Nadeln zu Angelhaken und fingen kleine Weißfische und Karpfenfische; außerdem knüpften sie ein Netz, um verschiedenartige kleine Fische zu fangen.

Table des matières

Dans cette édition

  1. 01Full text
  2. 02Erstes Kapitel
  3. 03Zweites Kapitel
  4. 04Drittes Kapitel
  5. 05Viertes Kapitel
  6. 06Fünftes Kapitel
  7. 07Sechstes Kapitel
  8. 08Achtes Kapitel
  9. 09Neuntes Kapitel
  10. 10Zehntes Kapitel

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