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Théologie
Der christliche Glaube
Édition BooksWhale en allemand par Friedrich Schleiermacher
Ein systematisches Hauptwerk des Protestantismus über Glaubensbewusstsein und Erlösung.
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Introduction du livre
Der christliche Glaube
Der christliche Glaube entfaltet Schleiermachers dogmatische Theologie aus dem christlichen Selbstbewusstsein heraus. Das Werk behandelt Gott, Schöpfung, Sünde, Christus, Kirche und Erlösung und prägte die protestantische Theologie des 19. Jahrhunderts tiefgreifend.
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Deutscher Originaltext, erstmals 1821/1822 veröffentlicht und später überarbeitet. Schleiermacher starb 1834; das Werk ist gemeinfrei.
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Der christliche Glaube
Friedrich Schleiermacher
Chapitre d'aperçuBand 1Aperçu
Vorrede.
Daß die öffentlichen Lehrer unſerer Hochſchulen für die Wiſſenſchaften, welche fie vortragen, Lehr- und Handbuͤcher herausgeben, iſt etwas ſo Gewoͤhnliches, daß ein neues Beiſpiel dieſer Art, wenn gleich im— mer wieder eine Anſchwellung unſerer ohnedies ſchon zu reichen Litteratur, keiner Rechtfertigung bedarf. Und ſo wird auch die Erſcheinung dieſes Buches keiner beduͤrfen, zumal den Lehrern der dogmatiſchen Theologie dieſe Sitte ſo ſehr gemein iſt, daß das Gegentheil faſt zu den Ausnahmen gehoͤrt. Es iſt auch großentheils nur wegen der Bequemlichkeit in dem Verhaͤltniß des Lehrers zu ſeinen Zuhoͤrern, daß dergleichen Huͤlfsmittel herausgegeben werden; und nur ſelten iſt ein neues allgemeines Lehrbuch des chriſtlichen Glaubens eine wiſſenſchaftlich bedeutende Erſcheinung, indem tiefſinnige und geſchichtlich gruͤnd— liche Behandlungen einzelner Lehrſtuͤcke weit mehr zur Foͤrderung der Wiſſenſchaft gereichen, welcher außerdem, ſtatt immer neuer Lehrbuͤcher, die doch insgeſammt auf ſehr wenige wahrhaft verſchiedene 1 *
IV t N BEN.
Grundformen zurückgehen, recht bald ein umfaſſen⸗ des und unbefangenes kritiſches Repertorium uͤber die geſammte neuere Dogmatik zu wuͤnſchen waͤre.
Was nun das gegenwärtige Buch anbelangt, fo ſcheint es freilich auf jene Entſchuldigung aus dem allgemeinen Gewohnheitsrecht der deutſchen Hochſchu— len weniger Anſpruch machen zu koͤnnen als die meiſten anderen, indem es zu ausfuͤhrlich iſt, um nur zum Leitfaden bei Vorleſungen dienen zu ſollen, und eher fuͤr das Vermaͤchtniß eines Solchen gehalten werden duͤrfte, der von dieſer Laufbahn abzutreten geſonnen iſt. Es haͤngt aber damit folgendergeſtalt zuſammen. Indem ich allerdings zunaͤchſt fuͤr meine bisherigen und kuͤnftigen Zuhoͤrer arbeitete, konnte ich mich doch des Gedankens nicht entſchlagen, daß auch noch manche Andere nach dieſem Buch als nach einer oͤffentlichen Rechenſchaft uͤber meine Lehrart greifen wuͤrden, die ich endlich dem geſammten theo— logiſchen Publikum abgelegt haͤtte. Von ſolchen nun glaubte ich nicht in der Kürze verſtanden zu werden, die wohl meinen Zuhoͤrern, ſey es nun zur Vorbe— reitung oder allenfalls auch zur Erinnerung haͤtte genuͤgen koͤnnen. Und ſo iſt eine Ausfuͤhrlichkeit ent— ſtanden, die mich zuletzt ganz gegen meine urſpruͤng— liche Abſicht genoͤthiget hat, das Buch, damit es nicht gar zu unfoͤrmlich ausfiele, in zwei Bände zu ſpalten. Der urſpruͤngliche Zweck ſoll aber daruͤber nicht verfehlt werden, ſondern es ſoll mir, wenn ich meine dogmatiſchen Vortraͤge noch oͤfter wiederholen kann, ganz bequem ſeyn, das, was in dieſem Buch
www V enthalten iſt, bei meinen Zuhoͤrern ſchon vorausſetzen zu duͤrfen, und dadurch Zeit zu Eroͤrterungen zu gewinnen, welche ſonſt unterbleiben muͤſſen. Nach— dem ich nun die Theilung des Buches beſchloſſen hatte, wollte ich die fruͤhere Bekanntwerdung dieſes erſten Theiles um ſo weniger hindern, als ich mich in der ſchon im Druck begriffenen dritten Auflage meiner Reden uͤber Religion auf dieſes Lehrbuch an mehreren Stellen berufen habe. Ich kann indeß den Wunſch nicht bergen, daß ſachkundige Maͤnner ein öffentliches Urtheil über meine Arbeit auszuſpre— chen bis auf die Erſcheinung des andern Theiles verſchieben moͤchten, die ſich ſo wenig als irgend moͤglich verzoͤgern ſoll. Denn was nach meiner in der Einleitung weiter auseinander geſetzten Anſicht einem Lehrbuch des chriſtlichen Glaubens einen eigen— thuͤmlichen Werth vorzuͤglich geben kann — da man in Hinſicht des Styls gegen ſolche Schriften nach— ſichtiger zu ſeyn pflegt, welche Nachſicht auch ich gar ſehr in Anſpruch nehmen muß — das, iſt die Ans ordnung des Ganzen, und der Zufammenhang, in welchen die einzelnen Saͤtze geſtellt ſind; und der iſt in dieſem erſten Theile zwar im Allgemeinen ſchon angelegt, aber bei weitem noch nicht ſo weit zu Tage gefoͤrdert, um ein gruͤndliches Urtheil motiviren zu koͤnnen. Auch der Inhalt mancher einzelnen Saͤtze kann, wenn man nur dieſe Haͤlfte vor Augen hat, leicht einen unangemeſſenen Eindruck machen, der erſt wieder berichtiget wird, wenn fie in ihrem na⸗ tuͤrlichen Verhaͤltniß zu dem Ganzen koͤnnen aufge⸗ faßt werden.
Chapitre d'aperçuNN VIIAperçu
gemacht, in den angefuͤhrten Stellen Zwiſchenſaͤtze und Erweiterungen, die nicht zur Sache gehoͤren, zu uͤbergehen; und nur wo die Worte, auf die es eigentlich ankam, ſich aus dem groͤßeren Zuſammen⸗ hange gar nicht wollten losmachen laſſen, habe ich das Ausſchreiben ganz unterlaſſen. Wegen der Aus⸗ wahl der angefuͤhrten Stellen muß ich mich auf die ſchon in meiner kurzen Darſtellung des theologiſchen Studiums aufgeſtellten und in der Einleitung zu die⸗ ſem Lehrbuch weiter auseinandergeſetzten Grundſaͤtze der dogmatiſchen Beweisfuͤhrung beziehen, aus wel— chen ſich auch jeder leicht erklaͤren wird, weshalb neuere Dogmatiker faſt gar nicht angeführt find. Wenn ich nun der erſte bin, der eine Glaubens— lehre nach den Grundſaͤtzen der evangeliſchen Kirche aufſtellt, als ob ſie Eine waͤre, und dadurch erklaͤre, daß mir keine dogmatiſche Scheidewand zwiſchen bei⸗ den Kirchengemeinſchaften zu beſtehen ſcheint: ſo hoffe ich, wird ſich dieſes durch die That rechtfertigen. Denn da ich verſucht habe, das Weſen der evange— liſchen Glaubens- und Lebensanſicht in feinen eigen⸗ thuͤmlichen Grenzen als in beiden Confeſſionen dafſelbe darzuſtellen, und den verſchiedenen Meinungen der beiden Confeſſionen innerhalb dieſes Gebietes ih⸗ ren Ort anzuweiſen: ſo muß daraus erhellen, daß, wenn wir nicht aus demſelben Grunde die Kirchenge⸗ meinſchaft noch immer weiter ſpalten wollen, ſo daß am Ende ſeparatiſtiſch jeder fuͤr ſich allein bleiben muß, alsdann dieſe Lehrverſchiedenheiten unſerer beiden Con— feſſionen eben ſo gut in der, aͤußerlich doch nicht ganz
VI II samımivisV
vollzogenen, Einheit der evangeliſchen Kirche neben einander beſtehen koͤnnen und vielleicht muͤſſen, wie in der größeren Einheit der Chriſtenheit eine Menge von Abweichungen neben einander beſtehen, die ſich unchriſtlichen Vorſtellungen zwar zu naͤhern ſcheinen, ſie aber doch gluͤcklich vermeiden. Und ſo hoffe ich, da dies Reſultat aus der ganzen Anlage natürlich hervorgeht, wird man mir nicht aufbuͤrden, es ſey etwas aus Vorliebe für die vorſeyende Vereinigung Fünfte lich, Herbeigefuͤhrtes. — Schließlich noch moͤchte ich daruͤber, daß ich mich in der Behandlung dieſes Gegenſtandes häufig, ja vielleicht vorherrſchend, des Ausdrucks proteſtantiſch und was damit zuſam⸗ menhaͤngt, bedient habe, bei denjenigen um Verguͤn⸗ ſtigung bitten, welchen dieſer Ausdruck anfaͤngt an— ftößig zu ſeyn. Sie haben in mancher Hinſicht Recht. Denn nicht nur zur Bezeichnung des Lehrbegriffs iſt dieſer Ausdruck unpaſſend, weil er keinesweges den Charakter der evangeliſchen Lehre angiebt, vielmehr fo gebraucht nur Mißverſtaͤndniſſe bei Unkundigen ver⸗ anlaſſen kann; ſondern auch in ſofern haben die Geg⸗ ner dieſes Ausdrucks Recht, als, wenn man auf den Urſprung deſſelben zuruͤckgeht, er auch nicht die ganze evangeliſche Kirche, ſondern nur die deutſche bezeichnen kann. Allein auch abgeſehen davon, daß es ſchwer gelingt, durch Verabredung etwas auf dem Gebiet der Sprache weder auszumerzen noch feſtzuſtellen, glaube ich doch, daß, indem wir uns gegen alle Mißdeutung von Zeit zu Zeit verwahren, wir fortfahren duͤrfen, den Ausdruck zu gebrauchen. Denn da jene Prote⸗
nunvunrav IX
ſtation deutſcher Staͤnde keine Widerſetzlichkeit war gegen eine legitime Macht, ſondern nur gegen einen illegitimen Mißbrauch derſelben, und alſo nichts darin iſt, deſſen wir uns zu ſchaͤmen haͤtten: war⸗ um ſollten wir aus der Sprache einen Ausdruck verbannen, der in den wichtigſten kirchenrechtlichen Verhandlungen immer iſt gebraucht worden, durch den eben die eigenthuͤmliche Entſtehungsart der deut— ſchen evangeliſchen Kirche im Gedaͤchtniß erhalten wird — fuͤr welche vaterlaͤndiſche Kirche wir um ſo mehr einer eignen Bezeichnung beduͤrfen, als ſie durch die Erloͤſchung des Gegenſatzes von Reformir— ten und Lutheriſchen einen noch beſtimmteren Cha— rakter bekommt — und durch den zugleich jedem Kundigen der geſchichtliche Entwicklungspunkt in Erz innerung gebracht wird, mit welchem die Verbeſſe— rung der Kirche ſo genau zuſammenhaͤngt? Ja ſelbſt in unſerer dogmatiſchen Sprache koͤnnen wir die— fen Ausdruck nicht gut entbehren, weil wir den Ge⸗ genſatz zum Katholizismus mit einem leichten und bequemen Worte muͤſſen bezeichnen koͤnnen und alſo, Proteſtantis mus ſagen, bis ein gleichbedeutendes mit evangeliſch zuſammenhaͤngendes Wort ſich wird gebildet und zum gemeinen Gebrauch empfohlen ha— ben, welches doch auch nicht willkuͤhrlich zugleich ge— ſchaffen und geltend gemacht werden kann.
Table des matières
Dans cette édition
- 01Full text
- 02Band 1
- 03NN VII
- 04Einleitung
- 051.
- 0612 PP
- 078 N
- 084 [2 N 1 7
- 092.
- 1020 NN NN
- 113.
- 124.
- 135.
- 14REN
- 156.
- 1628 RIU.
- 177.
- 188.
- 19[SERERRTLELEN 37
- 2038 N
- 219.
- 2240 N U
- 2310.
- 2444 RER
- 25MN NN 47
- 26NN 49
- 2712.
- 2852 NN
- 2914.
- 3064 ; NN
- 31NN 2 65
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- 33NN 71
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- 3517.
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- 3919.
- 40N 8 9
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- 4521.
- 46N 105
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- 49NUR 1 13
- 5023.
- 5125.
- 52120 NN !
- 53N 121
- 5426.
- 5527.
- 56NN 425
- 5728.
- 5829.
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- 6231.
- 6332.
- 641 46 NN
- 6533.
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- 67154 N
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- 69EIFEL ER 36,
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- 73*) S. . 15.
- 7442.
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- 100*) S. §. 40. 2.
- 10161.
- 10262.
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- 128NN 5 30 1
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- 130N]. 305
- 131S. 235 — 262
- 132S. 280 — 300
- 133Band 2
- 134N —
- 13578.
- 13679.
- 13780.
- 13810 N
- 13982.
- 140) S. B. I. . 70.
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- 163BALZ
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- 1737 8 NN
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- 192"OR
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- 2021 4 2 NMR
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- 270———— RE — — . —
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- 275M 349
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- 278OÖ —
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- 282141.
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- 287N 3 95
- 288144.
- 289> I —
- 290SEE
- 291*) F. 134. | *) F. 103.
- 292LATE RERFENN N) 401
- 293402 NUN N NN
- 294*) F. 133.
- 295148.
- 2964 1 4 AM N MN
- 297NN 4 1 7
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- 299424 NN
- 300150.
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- 302151.
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- 304152.
- 305154.
- 306) F. 134, 1. **) 6. 140. 141.
- 307448 U
- 308*) F. 130, 1. 2.
- 309454 N
- 310155.
- 311C
- 312464 NN
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- 314157.
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- 3184 54 A
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- 322— = 3 . A
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- 3259 H. 162, 1.
- 326510 ANN NN 164.
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- 328165.
- 3295 1 4 NUN
- 330NN! 515
- 331168.
- 332169.
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- 334171.
- 335172.
- 336) S. §. 131.
- 337NN 529
- 338E — —— — — — P
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- 340175.
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- 348356 A
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- 350— — TER — <= —
- 351181.
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- 3665 9 6 NN
- 367190.
- 3686 00 NN
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