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Das Unrecht an Dou E und weitere Schauspiele cover

German Edition

Literature

Das Unrecht an Dou E und weitere Schauspiele

German BooksWhale Edition by Guan Hanqing

Original title: 窦娥冤:关汉卿剧作选

Achtzehn Dramen Guan Hanqings verbinden Unrecht, Liebe, List und Gerichtsverfahren mit den Figuren und Konflikten des chinesischen Theaters.

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Book introduction

Das Unrecht an Dou E und weitere Schauspiele

Diese Sammlung enthält achtzehn Schauspiele Guan Hanqings, darunter Das Unrecht an Dou E, Zhao Pan'ers Rettung einer bedrängten Frau und Geschichten um Richter Bao. Tragische Anklagen stehen neben Liebesverwicklungen, Täuschungen und historischen Stoffen. Die deutsche Übersetzung bewahrt Dialoge, Gesangspartien und Bühnenanweisungen und eröffnet unterschiedliche Formen des Konflikts zwischen gesellschaftlicher Macht und persönlicher Gerechtigkeit.

BooksWhale edition

How this edition was prepared

This edition is an AI-assisted, human-reviewed translation prepared by BooksWhale. It has been reviewed for readability, formatting, and consistency.

Public domain basis

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Die chinesischen Dramen Guan Hanqings stammen aus der Yuan-Zeit. Diese neue deutsche Übersetzung wurde vom Rechteinhaber bereitgestellt, mit KI-Unterstützung erstellt und nach dessen Angabe redaktionell geprüft.

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Preview chapterErstes Stück: Das Unrecht an Dou E, das Himmel und Erde erschüttertRead preview

Erstes Stück: Das Unrecht an Dou E, das Himmel und Erde erschüttert

Preview chapterVorspielPreview

(Die ältere Darstellerin tritt als Frau Cai auf und spricht in Versen.)

Blumen können wieder blühen, wenn ihre Zeit gekommen ist, doch dem Menschen kehrt die Jugend niemals zurück. Man braucht weder großen Reichtum noch hohen Rang; wer in Frieden und Freude lebt, ist einem Unsterblichen gleich.

Ich bin die alte Frau Cai und stamme aus Chuzhou. Früher bestand unsere Familie aus drei Personen. Leider ist mein Mann verstorben, und mir ist nur ein Sohn geblieben, der jetzt acht Jahre alt ist. Wir beide schlagen uns gemeinsam durchs Leben. Ein wenig Vermögen besitzen wir immerhin.

Hier lebt ein Gelehrter namens Dou, der sich im vergangenen Jahr zwanzig Tael Silber von mir geliehen hat. Mit den Zinsen schuldet er mir inzwischen vierzig Tael. Schon mehrmals habe ich mein Geld zurückverlangt, doch er behauptet immer nur, er sei arm und könne nichts bezahlen.

Er hat eine siebenjährige Tochter, ein reizendes und liebenswertes Kind. Ich habe sie ins Auge gefasst und möchte sie zur Schwiegertochter nehmen. Wenn ich ihm dafür die vierzig Tael Schulden erlasse, wäre uns beiden geholfen! Er sagte, heute sei ein glückverheißender Tag, und er werde seine Tochter persönlich zu mir bringen. Deshalb will ich heute nicht mehr nach dem Geld verlangen, sondern zu Hause auf ihn warten. Um diese Zeit müsste der Gelehrte Dou eigentlich eintreffen.

(Der ältere männliche Hauptdarsteller tritt als Dou Tianzhang auf und führt Duanyun, dargestellt von der Hauptdarstellerin, an der Hand. Er spricht in Versen.)

Zehntausend Bücher habe ich durchgelesen, doch arm bin ich geblieben wie einst Sima Xiangru. Wenn der Kaiserhof mich eines Tages zu sich beruft, wird niemand mehr von der Weinschenke sprechen, sondern alle werden meine großen Schriften rühmen.

Mein Familienname ist Dou, mein Vorname Tianzhang. Ursprünglich stammt meine Familie aus Chang'an in der Hauptstadtpräfektur Jingzhao. Seit meiner Jugend habe ich mich den konfuzianischen Studien gewidmet und mir umfassende literarische Kenntnisse erworben. Doch das Schicksal war mir nicht günstig, und meine Hoffnungen auf Amt und Würden blieben unerfüllt.

Leider ist meine Frau verstorben und hat mir dieses Mädchen hinterlassen. Ihr Kindheitsname ist Duanyun. Als sie drei Jahre alt war, verlor sie ihre Mutter; inzwischen ist sie sieben Jahre alt. Ich selbst bin völlig verarmt und habe mich nach Chuzhou verschlagen.

Hier lebt eine alte Frau namens Cai, die über beträchtliches Vermögen verfügt. Weil mir das Reisegeld fehlte, lieh ich mir einst zwanzig Tael Silber von ihr. Mittlerweile sind daraus einschließlich Zinsen vierzig Tael geworden. Mehrmals hat sie die Rückzahlung verlangt. Doch womit sollte ich bezahlen?

Nun lässt Frau Cai mir immer wieder ausrichten, dass sie meine Tochter als Schwiegertochter aufnehmen möchte. Gerade werden die Prüfungslisten für das Frühjahr vorbereitet, und die Auswahlprüfungen stehen bevor. Ich möchte in die Hauptstadt reisen und mich der Prüfung stellen, doch wiederum fehlt mir das Geld.

In meiner Not bleibt mir nichts anderes übrig, als meine Tochter Duanyun Frau Cai als Schwiegertochter zu überlassen.

(Er seufzt.)

Ach! Was heißt hier Schwiegertochter? In Wahrheit verkaufe ich ihr mein Kind! Wenn sie mir die vierzig Tael erlässt und mir darüber hinaus noch etwas Geld für die Reise gibt, wäre das schon mehr, als ich erwarten dürfte.

Während ich so spreche, sind wir bereits vor ihrem Haus angelangt.

Ist die verehrte Frau Cai zu Hause?

(Frau Cai tritt auf.)

Frau Cai: Gelehrter, kommt herein und setzt Euch! Ich warte schon lange auf Euch.

(Sie begrüßen einander.)

Dou Tianzhang: Heute bringe ich Euch meine Tochter und überlasse sie ganz Eurer Obhut. Wie könnte ich es wagen, Bedingungen für ihre Stellung als Schwiegertochter zu stellen? Sie soll Euch vielmehr Tag für Tag dienen.

Ich werde in Kürze in die Hauptstadt reisen, um nach Amt und Würden zu streben. Da ich mein Mädchen hier zurücklasse, bitte ich Euch nur inständig, gut für sie zu sorgen!

Preview chapterErster AktPreview

(Ein Darsteller mit bemaltem Gesicht tritt als Arzt Sai Lu auf und spricht in Versen.)

Ein Arzt muss seine Behandlung wohl erwägen, die Arzneien nach dem Bencao, dem Buch der Heilkräuter, verschreiben. Die Toten vermag er nicht lebendig zu machen, doch die Lebenden bringt er bisweilen um.

Mein Familienname ist Lu. Die Leute behaupten, ich sei ein Meister der Heilkunst, weshalb sie mich Sai Lu, den Arzt, nennen. Am Südtor des Kreises Shanyang betreibe ich eine Apotheke für Heilkräuter.

In der Stadt wohnt eine alte Frau namens Cai. Von ihr habe ich zehn Tael Silber geliehen, und mit den Zinsen schulde ich ihr nun zwanzig Tael. Mehrmals kam sie, um das Geld zurückzufordern, aber ich habe nichts, womit ich bezahlen könnte.

Wenn sie nicht mehr kommt, soll es mir recht sein. Sollte sie jedoch wieder erscheinen, weiß ich schon, was ich tun werde!

Ich setze mich einstweilen in meine Apotheke und sehe zu, wer kommt.

(Frau Cai tritt auf.)

Frau Cai: Ich bin die alte Frau Cai. Seit einiger Zeit wohne ich im Kreis Shanyang und führe ein recht ruhiges Leben.

Vor dreizehn Jahren überließ mir der Gelehrte Dou Tianzhang seine Tochter Duanyun als Schwiegertochter. Ich änderte ihren Kindheitsnamen und nannte sie Dou E.

Nachdem sie geheiratet hatte, starb mein Sohn leider schon nach weniger als zwei Jahren an einer auszehrenden Krankheit. Meine Schwiegertochter lebt nun seit ungefähr drei Jahren als Witwe; ihre Trauerzeit geht bald zu Ende.

Ich habe ihr gesagt, dass ich heute vor die Stadt gehen werde, um bei Sai Lu das Geld einzufordern.

(Sie geht weiter.)

Um diese Straßenecke herum, dann an jenem Haus vorbei – schon bin ich vor seiner Tür.

Ist der Arzt Sai Lu zu Hause?

Sai Lu: Frau Cai, kommt herein!

Frau Cai: Die zwanzig Tael Silber schuldet Ihr mir schon lange. Gebt mir endlich mein Geld zurück!

Sai Lu: Frau Cai, hier im Hause habe ich kein Silber. Begleitet mich auf mein Landgut, dort kann ich Euch auszahlen.

Frau Cai: Gut, ich komme mit.

(Sie gehen. Sai Lu blickt sich um.)

Sai Lu: Jetzt sind wir hier angelangt. Im Osten ist niemand, im Westen ebenfalls niemand. Wenn ich nicht hier zuschlage, wann dann? Zum Glück habe ich ein Seil bei mir.

He, alte Frau! Wer ruft Euch dort?

Frau Cai: Wo denn?

(Sai Lu legt ihr das Seil um den Hals und würgt sie. Ein alter Mann und sein Sohn Zhang Lü'er stürmen herein. Sai Lu flieht erschrocken. Der alte Mann rettet Frau Cai.)

Zhang Lü'er: Vater, das ist eine alte Frau! Beinahe wäre sie erwürgt worden!

Der alte Zhang: He, Frau! Woher kommt Ihr? Wie heißt Ihr? Und warum wollte dieser Mann Euch erdrosseln?

Frau Cai: Mein Familienname ist Cai, und ich wohne in der Stadt. Ich habe nur eine verwitwete Schwiegertochter, mit der ich gemeinsam den Lebensunterhalt bestreite.

Der Arzt Sai Lu schuldet mir zwanzig Tael Silber. Heute wollte ich sie zurückholen. Doch er lockte mich an einen menschenleeren Ort und versuchte, mich zu erwürgen, um das Geld nicht bezahlen zu müssen.

Wenn Ihr beide nicht zufällig vorbeigekommen wäret, wäre ich jetzt nicht mehr am Leben!

Zhang Lü'er: Vater, hast du gehört, was sie sagt? Zu Hause hat sie sogar noch eine Schwiegertochter!

Da wir ihr das Leben gerettet haben, muss sie uns doch irgendwie danken. Wie wäre es, wenn du die Alte zur Frau nähmest und ich ihre Schwiegertochter? Dann wären wir beide versorgt! Sprich mit ihr darüber!

Der alte Zhang: Alte Frau, Ihr habt keinen Mann, und ich habe keine Frau. Was würdet Ihr davon halten, mich zu heiraten?

Frau Cai: Was redet Ihr da! Lasst mich nach Hause zurückkehren. Ich werde reichlich Geld vorbereiten, um Euch für Eure Rettung zu danken.

Zhang Lü'er: Ihr wollt also nicht einwilligen und versucht uns mit Geld hinzuhalten? Das Seil des Arztes liegt noch hier. Dann erwürge ich Euch eben doch!

Table of contents

Inside this edition

  1. 01Erstes Stück: Das Unrecht an Dou E, das Himmel und Erde erschüttert
  2. 02Vorspiel
  3. 03Erster Akt
  4. 04Zweiter Akt
  5. 05Dritter Akt
  6. 06Vierter Akt
  7. 07Zweites Stück: Das Fischschneiden am Pavillon über dem Fluss zur Mittherbstzeit
  8. 08Erster Akt
  9. 09Zweiter Akt
  10. 10Dritter Akt
  11. 11Vierter Akt
  12. 12Drittes Stück: Zhao Pan'er rettet mit List und Liebeskunst eine Frau aus dem Elend
  13. 13Erster Akt
  14. 14Zweiter Akt
  15. 15Dritter Akt
  16. 16Vierter Akt
  17. 17Viertes Stück: Der Richter Bao lässt Lu Zhailang durch eine kluge List hinrichten
  18. 18Vorspiel
  19. 19Erster Akt
  20. 20Zweiter Akt
  21. 21Dritter Akt
  22. 22Vierter Akt
  23. 23Fünftes Stück: Richter Bao untersucht dreimal den Traum vom Schmetterling
  24. 24Vorspiel
  25. 25Erster Akt
  26. 26Zweiter Akt
  27. 27Dritter Akt
  28. 28Vierter Akt
  29. 29Sechstes Stück: Du Ruiniang und die kluge Versöhnung am Goldfaden-Teich
  30. 30Vorspiel
  31. 31Erster Akt
  32. 32Zweiter Akt
  33. 33Dritter Akt
  34. 34Vierter Akt
  35. 35Siebtes Stück: Wie Präfekt Qian durch kluge Fürsorge Xie Tianxiang zu ihrem Glück verhilft
  36. 36Vorspiel
  37. 37Erster Akt
  38. 38Zweiter Akt
  39. 39Dritter Akt
  40. 40Vierter Akt
  41. 41Achtes Stück: Wen Taizhen und der Jadenspiegelständer
  42. 42Erster Akt
  43. 43Zweiter Akt
  44. 44Dritter Akt
  45. 45Vierter Akt
  46. 46Neuntes Stück: Yuchi Gong erbeutet mit seiner Stahlpeitsche die Lanze
  47. 47Vorspiel
  48. 48Erster Akt
  49. 49Zweiter Akt
  50. 50Dritter Akt
  51. 51Vierter Akt
  52. 52Zehntes Stück: Der große Guan besucht allein das Fest der einzelnen Klinge
  53. 53Erster Akt
  54. 54Zweiter Akt
  55. 55Dritter Akt
  56. 56Vierter Akt
  57. 57Elftes Stück: Wang Runxiang und die nächtliche Begegnung im Vierfrühlingsgarten
  58. 58Erster Akt
  59. 59Zweiter Akt
  60. 60Dritter Akt
  61. 61Vierter Akt
  62. 62Zwölftes Stück: Frau Liu feiert das Festmahl der fünf Fürsten
  63. 63Vorspiel
  64. 64Erster Akt
  65. 65Zweiter Akt
  66. 66Dritter Akt
  67. 67Vierter Akt
  68. 68Fünfter Akt
  69. 69Dreizehntes Stück: Frau Deng beweint voller Schmerz den Tod Li Cunxiaos
  70. 70Erster Akt
  71. 71Zweiter Akt
  72. 72Dritter Akt
  73. 73Vierter Akt
  74. 74Vierzehntes Stück: Pei Du gibt im Tempel des Berggottes einen Jadengürtel zurück
  75. 75Erster Akt
  76. 76Zweiter Akt
  77. 77Dritter Akt
  78. 78Zwischenspiel
  79. 79Vierter Akt
  80. 80Fünfzehntes Stück: Mutter Chen erzieht ihre Söhne in der Halle der Prüfungsbesten
  81. 81Vorspiel
  82. 82Erster Akt
  83. 83Zweiter Akt
  84. 84Dritter Akt
  85. 85Vierter Akt
  86. 86Sechzehntes Stück: Die sehnsüchtige junge Frau betet zum Mond im Mondpavillon
  87. 87Vorspiel
  88. 88Erster Akt
  89. 89Zweiter Akt
  90. 90Dritter Akt
  91. 91Vierter Akt
  92. 92Siebzehntes Stück: Das schlaue Dienstmädchen stiftet eine Liebesintrige
  93. 93Erster Akt
  94. 94Zweiter Akt
  95. 95Dritter Akt
  96. 96Vierter Akt
  97. 97Achtzehntes Stück: Guan Yu und Zhang Fei erscheinen gemeinsam in einem Traum in West-Shu
  98. 98Erster Akt
  99. 99Zweiter Akt
  100. 100Dritter Akt
  101. 101Vierter Akt

Das Unrecht an Dou E und weitere Schauspiele

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